#DigitalGlobalEgal Podiumsdiskussion

Respekt, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Menschenwürde, Liebe… Welche Werte sind uns wichtig? Haben sie sich im digitalen Zeitalter verändert oder eigentlich doch nicht? Oder unterliegen Werte nicht schon immer einem stetigen Wandel? Welche Aufgaben kommen auf Bildungsinstitutionen zu? Wie können Schulen auf den rasanten Fortschritt digitaler Technologien eingehen? Oder konkreter: Sollen Handys an Schulen erlaubt sein oder nicht? Und wie steht es um die Bildungsgerechtigkeit in unserem Land?

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Fragen, die bei der Podiumsdiskussion

Digital, global, total egal – brauchen wir noch Werte?

am 16. Oktober in der Rotunde der Taunus Sparkasse Bad Homburg besprochen wurden. Zu dieser Veranstaltung haben die Heraeus Bildungsstiftung und die Taunus Sparkasse rund 200 Gäste eingeladen. Medienpartner war hr iNFO.

Unter der Leitung von Petra Boberg von hr iNFO diskutierten Prof. Dr. Dr. Michel Friedman (Jurist, Publizist, Fernsehmoderator und geschäftsführender Direktor an der Frankfurt University of Applied Sciences), Dr. Susanne Nordhofen (Schulleiterin der Bischof-Neumann-Schule), Philipp Depiereux (Gründer und Geschäftsführer von Etventure) sowie Idil Baydar (Schauspielerin, Youtuberin und Kabarettistin).

Dass die analoge Welt nicht werteorientierter war als die heutige, digitale Welt, davon war Friedman überzeugt. Diese Auffassung stelle lediglich eine Romantisierung von „früher“ dar. So waren alle Diskutanten auch damit einverstanden, dass wir eigentlich, wie Nordhofen ausführte, keine neuen Werte benötigen. Die alten seien völlig ausreichend, nur müssten wir sie entsprechend anpassen. Es sei wichtig, sagte Depiereux, dass wir, gerade im Social Media-Bereich, aufeinander achten und gegebenenfalls auch einfach mal im analogen Leben das Telefon in die Hand nähmen, um in angemessener Weise auf einen Missstand hinzuweisen.

„Was wir brauchen in der Bildung und auch überall sonst ist Empathie, Teamorientierung, Sozialkompetenz. Das muss viel stärker in die Aus- und Weiterbildung hinein,“ sagte Depiereux.

„Auch die Geschütztheit der Privatsphäre verändert sich, und zwar erstalig in dieser Radikalität,“ ergänzte Friedman. „Aber wir werden das schaffen. Das ist ein Stück unserer menschlichen Evolution.“ Eines stellte er ebenfalls klar: „Ich freue mich, in einer Zeit mit solchen technischen Möglichkeiten zu leben, wir müssen nur was Richtiges draus machen.“

Für mehr Digitalisierung an Schulen sprach sich Baydar aus: „Es ist schön und gut, das Handy in der Schule zu verbieten, aber wenn du dann rauskommst und deinen Alltag gestalten musst heutzutage… also ich bin klar pro Digitalisierung in Schulen!“ und erhielt dafür Beifall.

Wir freuen uns über den positiven Verlauf der Veranstaltung und bedanken uns herzlich bei allen Podiumsgästen und der Moderatorin Petra Boberg für ihr Engagement!

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