Schule trifft Beruf – was wird künftig wichtig sein?

Globalisierung, Digitalisierung und neue Technologien verändern und beschleunigen unsere Arbeitswelt. Eines ist klar: Schüler müssen zum Teil auf Berufe vorbereitet werden, die wir heute noch gar nicht kennen. Deshalb benötigen sie mehr denn je die Fähigkeit, schnell und flexibel mit großen Herausforderungen umzugehen. Sie müssen Selbstorganisation erlernen, Selbstvertrauen erfahren und Selbstmotivation zum (Weiter-)Lernen mit auf den Weg bekommen. Mit welchen Kompetenzen statten wir also junge Menschen aus, damit sie zukunftsfähig sind? Auf welchem Stand befindet sich die Berufsvorbereitung an deutschen Schulen? Denn bei allem Engagement der Lehrer haben viele Schüler zum Zeitpunkt des Schulabschlusses noch keine beruflichen Zukunftspläne.

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Akademisierung der Ausbildung

Jeder – mit oder ohne notwendige Eignung – soll Abitur machen und studieren, weil in den Augen der Gesellschaft ein niedrigerer Abschluss nicht mehr ausreichend viel wert ist. Das wird u. a. forciert durch hohe Ausbildungsvoraussetzungen der Betriebe. Aber: Das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist nach wie vor von hoher Qualität (auch im europäischen Vergleich, z. B. Frankreich). Es muss wieder gesellschaftlich anerkannt werden, dass es in Deutschland sehr gute Alternativen zum Studium gibt.

Allgemeinbildung ist auf dem Rückzug

Aber Allgemeinwissen muss als Infrastruktur die Basis der Ausbildung sein. Das Vermitteln von Allgemeinwissen ist u. a. Aufgabe der Schulen. Spezialisierung sollte auf einer soliden allgemeinen Ausbildung basieren, damit der Mensch auch über den Tellerrand hinaus blicken kann. Lebenslanges Lernen wird zur zentralen Aufgabe eines jeden Menschen. Umso wichtiger ist es auch für die Lehrkraft, sich permanent weiterzuentwickeln.

Lebenslanges Lernen

Brüche im Lebenslauf kann heutzutage beinahe jeder Arbeitnehmer verzeichnen. Die Frage ist, ob man es tatsächlich als Bruch (Stichwort: Sinnkrise) verstehen muss, oder ob es als Bereicherung bzw. Weiterentwicklung angesehen werden kann in einem permanenten Entwicklungsprozess. Beim Recruitment wird von vielen Arbeitgebern Wert darauf gelegt, dass der zukünftige Mitarbeiter neben der fachspezifischen Qualifikation auch andere Bereiche kennen gelernt hat (Stichworte: Horizonterweiterung; persönliches Portfolio anreichern). Lebenslanges Lernen ist eine der zentralen Aufgaben bzw. die Herausforderung heutiger und zukünftiger Arbeitnehmer. Die Lust auf Lernen sollte schon in der Schule geweckt werden.

Allrounder sind gefragt

Schüler/-innen müssen durch eine allgemeine Bildung eine gute Grundlage für die Zukunft erhalten. Lehrer sind als Allrounder gefragt, die einer persönlichen Weiterentwicklung gegenüber offen sind. Trotz begrenzter Fortbildungsetats der Schulen erleben wir als Stiftung tagtäglich engagierte und motivierte Lehrer, die Herausragendes leisten!

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