Bühne frei für 13 Lehrerinnen und einen Lehrer

Bei einem Workshop am 20. und 21. August 2018 in der Katakombe unweit dem Frankfurter Zoo konnten Lehrer/-innen erproben, wie sie Techniken und Mittel aus dem Theater auch in den Physik- oder Mathematikunterricht einfließen lassen können. Denn „Nicht nur im Deutschunterricht – Theater in der Schulpädagogik“ hieß das Thema des ersten Workshops, den die Heraeus Bildungsstiftung erstmalig durchführte. Schon die Location – ein traditionelles, Frankfurter Theaterhaus – war für eine Lehrerfortbildung ungewöhnlich. Die Spiele, die die Theaterpädagogin, Regisseurin und Lehrerin Judith Senger für unterschiedliche Gelegenheiten für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen anregte, waren es auch. Da wurde theatralischer Bühnenkampf betrieben, in Zeitlupe gestorben, Standbilder gestellt, kooperativ über Stuhl-Inseln gestiegen und gemeinsam gegen die Wand geschrien.

Frau Senger schaffte es mit ihrer mitreißenden und authentischen Art, die Teilnehmer dazu anzuregen, die Routine im Unterricht und Klassenraum aufzubrechen. Warum nicht den Referenten auf eine Bühne aus Tischen stellen und ihn mithilfe des Overheadprojektors ins richtige Licht setzen oder eine wichtige Formel, statt auf die Tafel mit Flüssigkreide auf die Fensterscheibe schreiben?

Außerdem gab es hilfreiche Übungen für Stimme und Sprechtechnik, da die Stimme ein wichtiges und beanspruchtes Arbeitsinstrument im Lehrerberuf ist. Hier wurde gemeinsam im Kreis gebrummt oder mit einem Korken zwischen den Schneidezähnen gesprochen – der direkte Effekt wird den Teilnehmern in Erinnerung bleiben.

Auf der schwarzen Theaterbühne konnten die Lehrer auch an ihrem eigenen Auftritt arbeiten und ihre eigene Statusarbeit, das Raum-nehmen mit Körper und Stimme erproben.

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