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#excitingedu Special
Berlin, 07. Oktober 2026
Was braucht Schule, damit Wandel gelingt? Beim #excitingedu Special am 7. Oktober in Berlin wurde ein strukturelles Paradox sichtbar: Schulaufsichten, Schulleitungen und Lehrkräfte wollen mehr für Schulentwicklung und ihre Schüler:innen bewirken, als die bestehenden Bedingungen oft zulassen. Besonders deutlich wird das bei der Schulaufsicht: Viele möchten Schulen stärker begleiten, doch dafür fehlen häufig Zeit und Ressourcen.
Diejenigen, die Wandel initiieren und begleiten sollen, stoßen damit selbst an Systemgrenzen.
Rund 75 Bildungsentscheider:innen aus Schulaufsicht, Verwaltung und von Schulträgern kamen zusammen, um zu diskutieren, was Schule für gelingenden Wandel braucht – und welchen Beitrag Schulaufsicht dazu leisten kann. Wir als Heraeus Bildungsstiftung durften den Kongress als Kooperationspartnerin von Klett MEX mitgestalten.
Einen wichtigen Ausgangspunkt bot die neue Studie „Schulaufsichten in Zeiten der Transformation“, die wir gemeinsam mit der Wübben Stiftung Bildung in Auftrag gegeben haben. Die Studienleiterinnen Prof. Dr. Kathrin Dedering und Leonie Thorwarth von der Universität Erfurt stellten die erste länderübergreifende Untersuchung zu den Rollen und Bedarfen der Schulaufsicht vor.
Prof. Dr. Anne Sliwka weitete die Perspektive auf Kanada und Singapur als lernende Systeme. Mit Blick auf Kanada stellte sie einen ethischen Imperativ in den Mittelpunkt: Kein Kind darf verloren gehen. Ein Schlüssel dafür ist das Zusammenspiel von Kompetenzen, Wellbeing und Chancengerechtigkeit. Wichtig dafür sei die Verzahnung von Ministerien, Landesinstituten, Schulaufsichten sowie Schulleitungen und Lehrkräften.
Schulen brauchen zudem Bedingungen, die Innovationen ermöglichen. Zarah Bruhn von SPRIND – Bundesagentur für Sprunginnovationen ermutigte die Bildungsverantwortlichen, Innovationen im großen Stil zu denken, um das Bildungssystem in Bewegung zu versetzen.
Der Tag hat gezeigt: Schule braucht ein gemeinsames Bild davon, was sie in Zeiten der Transformation und der Digitalität leisten soll. Damit dieses Bild Wirklichkeit wird, braucht es Führung, die Ebenen verbindet, Zeit und Räume für gemeinsames Lernen und Teamarbeit, Freiräume für selbstständiges Handeln sowie Vertrauen zwischen den Ebenen und in die Kompetenzen der Beteiligten. Und es braucht die gemeinsame Haltung: Wandel ist notwendig – und wir können ihn gestalten.
Wir bedanken uns bei allen, die diesen Tag mit ihren Impulsen so wertvoll gemacht haben: Prof. Dr. Kathrin Dedering und Leonie Thorwarth, Prof. Dr. Anne Sliwka, Zarah Bruhn, Martin Fugmann, Tobias von der Heide, Torsten Klieme, René Müller und Prof. Dr. Stephan Huber.
Ein großes Dankeschön gilt zudem der Moderatorin Vera Kraft von Bildung.Table und dem Team von Klett MEX rund um Dr. Benny Pock und Annkathrin Rapp für die gute Kooperation.





