didacta 2026
Impulse für Schulleitung im Wandel
Ob sich Schule weiterentwickelt – oder im Alltag des Systems stecken bleibt – entscheidet sich oft in der Schulleitung. Gerade in Zeiten grundlegenden Wandels braucht es Führung, die Orientierung gibt und Zusammenarbeit ermöglicht.
Über diese Fragen haben wir am 11. März 2026 im Rahmen der didacta mit Expert:innen aus Bildungspraxis, Wissenschaft und Bildungsadministration diskutiert. Zwei Podiumsrunden widmeten sich dabei zentralen Herausforderungen der Schulentwicklung: der Rolle von Schulleitungen im Wandel – und den Wegen von Lehrkräften in Führungsverantwortung.
Schulentwicklung braucht geteilte Verantwortung
In der ersten Diskussionsrunde stand die Frage im Mittelpunkt, wie Schulleitungen ihre Kollegien in Zeiten großer Veränderungen stärken können.
Ein Gedanke zog sich durch die Gespräche: Schulentwicklung gelingt dort, wo Führung mehr ist als Organisation und Management.
Dort,
- wo Verantwortung im Kollegium geteilt wird
- wo Vertrauen und psychologische Sicherheit entstehen
- wo Schulleitung Orientierung gibt – ohne alles selbst steuern zu wollen
Schulleiter André Szymkowiak brachte diese Perspektive auf den Punkt:
„Wir müssen auch abgeben können, sonst fangen wir an, Schule nur noch zu verwalten.“
Martin Fugmann betonte zudem die wachsende Bedeutung von Beziehungen in einer zunehmend digitalen Welt: „Je digitaler die Welt wird, desto mehr müssen Schulleitungen Beziehungen stärken.“
Die Diskussion fand im Rahmen des Deutschen Lehrkräftepreises statt. Mit ihr wollten wir gemeinsam mit dem Deutschen Philologenverband auch auf die gerade gestartete Wettbewerbsrunde 2026 aufmerksam machen – und zeigen, welche Rolle engagierte Lehrkräfte und Schulleitungen für gelingende Schulentwicklung spielen.
Gerade angesichts von Fachkräftemangel, wachsender gesellschaftlicher Komplexität und neuen technologischen Möglichkeiten brauchen Schulen heute
- klare gemeinsame Ziele
- gute Prozesse der Zusammenarbeit im Kollegium
- Räume für Verantwortung und Initiative.
Wege in Führung für Lehrkräfte
Die zweite Diskussionsrunde richtete den Blick auf eine andere zentrale Frage:
Wie finden Lehrkräfte den Weg in Führungsverantwortung?
Ein Beispiel dafür ist das Qualifizierungsprogramm „Grundschule voraus“, das in Hamburg seit drei Jahren Grundschullehrkräfte auf dem Weg in die Schulleitung begleitet. Das Programm wurde von der Alfred Toepfer Stiftung, der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS und der Heraeus Bildungsstiftung initiiert und wird künftig vom Landesinstitut für Qualität und Qualitätsentwicklung in Schulen weitergeführt.
Programme wie dieses zeigen, wie wichtig es ist, Lehrkräfte frühzeitig für Führungsaufgaben zu gewinnen und sie auf diese Rolle vorzubereiten.
Danke für den offenen Austausch
Wir danken allen Podiumsteilnehmer:innen für die engagierten Gespräche und die offenen Einblicke:
Martin Fugmann, Susanne Lin-Klitzing, Prof. Dr. Marcus Pietsch, Jessica Prehm, Christian Stork, André Szymkowiak, Christiane von Schachtmeyer
Ein besonderer Dank gilt Moderator Jan-Martin Wiarda, der die Diskussionen klug und pointiert geführt hat – und dem Didacta Verband für die gute Zusammenarbeit.







