Was braucht Schule, damit Wandel gelingt? Beim #excitingeduSpecial am 7. Oktober in Berlin wurde ein strukturelles Paradox sichtbar: Schulaufsichten, Schulleitungen und Lehrkräfte wollen mehr für Schulentwicklung und ihre Schüler:innen bewirken, als die bestehenden Bedingungen oft zulassen. Besonders deutlich wird das bei der Schulaufsicht: Viele möchten Schulen stärker begleiten, doch dafür fehlen häufig Zeit und Ressourcen.
Diejenigen, die Wandel initiieren und begleiten sollen, stoßen damit selbst an Systemgrenzen.
Rund 75 Bildungsentscheider:innen aus Schulaufsicht, Verwaltung und von Schulträgern kamen zusammen, um zu diskutieren, was Schule für gelingenden Wandel braucht – und welchen Beitrag Schulaufsicht dazu leisten kann. Wir als Heraeus Bildungsstiftung durften den Kongress als Kooperationspartnerin von Klett MEXmitgestalten.
Einen wichtigen Ausgangspunkt bot die neue Studie „Schulaufsichten in Zeiten der Transformation“, die wir gemeinsam mit der Wübben Stiftung Bildung in Auftrag gegeben haben. Die Studienleiterinnen Prof. Dr. Kathrin Dedering und Leonie Thorwarth von der Universität Erfurt stellten die erste länderübergreifende Untersuchung zu den Rollen und Bedarfen der Schulaufsicht vor.
Prof. Dr. Anne Sliwka weitete die Perspektive auf Kanada und Singapur als lernende Systeme. Mit Blick auf Kanada stellte sie einen ethischen Imperativ in den Mittelpunkt: Kein Kind darf verloren gehen. Ein Schlüssel dafür ist das Zusammenspiel von Kompetenzen, Wellbeing und Chancengerechtigkeit. Wichtig dafür sei die Verzahnung von Ministerien, Landesinstituten, Schulaufsichten sowie Schulleitungen und Lehrkräften.
Schulen brauchen zudem Bedingungen, die Innovationen ermöglichen. Zarah Bruhn von SPRIND – Bundesagentur für Sprunginnovationen ermutigte die Bildungsverantwortlichen, Innovationen im großen Stil zu denken, um das Bildungssystem in Bewegung zu versetzen.
Der Tag hat gezeigt: Schule braucht ein gemeinsames Bild davon, was sie in Zeiten der Transformation und der Digitalität leisten soll. Damit dieses Bild Wirklichkeit wird, braucht es Führung, die Ebenen verbindet, Zeit und Räume für gemeinsames Lernen und Teamarbeit, Freiräume für selbstständiges Handeln sowie Vertrauen zwischen den Ebenen und in die Kompetenzen der Beteiligten. Und es braucht die gemeinsame Haltung: Wandel ist notwendig – und wir können ihn gestalten.
Wir bedanken uns bei allen, die diesen Tag mit ihren Impulsen so wertvoll gemacht haben: Prof. Dr. Kathrin Dedering und Leonie Thorwarth, Prof. Dr. Anne Sliwka, Zarah Bruhn, Martin Fugmann, Tobias von der Heide, Torsten Klieme, René Müller und Prof. Dr. Stephan Huber.
Ein großes Dankeschön gilt zudem der Moderatorin Vera Kraft von Bildung.Table und dem Team von Klett MEX rund um Dr. Benny Pock und Annkathrin Rapp für die gute Kooperation.
Gelungener Auftakt der Dialogreihe „Kathinka fragt nach“ in Hanau
Drei Zukunftsfragen. Zwei Hanauer Stiftungen. Ein gemeinsames Ziel: Schule so gestalten, dass Kinder und Jugendliche ihre Stärken entfalten und gut auf das Leben vorbereitet sind.
Am 30. September haben wir als Heraeus Bildungsstiftung erstmals mit der Kathinka Platzhoff Stiftung zu einem Podiumsgespräch in Hanau eingeladen und gefragt:
Wie kann Schule allen Kindern faire Chancen eröffnen?
In einer lebhaften Diskussion mit fast 60 Lehrkräften, Schulleitungen, Schüler:innen und Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Stiftungen wurde deutlich:
Bildungserfolg muss weiter gedacht werden als die Vermittlung zentraler Kompetenzen wie Sprache und Mathematik.
Kinder sollten mit all ihren Bedürfnissen, Stärken und Potenzialen in den Blick genommen werden. Dazu gehört unter anderem auch die Förderung von Empathie, Beziehungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit. Denn positive Beziehungserlebnisse und Zugehörigkeit stärken Wohlbefinden, Motivation und nachhaltiges Lernen. Auch Erfolgserlebnisse in Bereichen wie Theaterspielen stärken Kompetenzen wie Sprache und Kommunikation – ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Chancengerechtigkeit.
Allem voran muss die Perspektive der Kinder bei der Planung von Strukturen und Maßnahmen konsequent im Mittelpunkt stehen.
Vielen Dank an unsere Podiumsgäste:
Prof. Dr. Frank E. P. Dievernich, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt
Roswitha Malewski, Schulleiterin der Grundschule Kuppelnau und Preisträgerin beim Deutschen Lehrkräftepreis
Dr. Jan Scharf, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
Miriam Zeleke, Landesbeauftragte für die Förderung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Hessen
Moderiert wurde der Austausch von Yvonne Backhaus-Arnold vom Hanauer Anzeiger.
Weitere Veranstaltungen unserer Dialogreiheim Herbst 2026
Und nach der Schule? Von der Theorie zur Praxis – Übergänge erfolgreich meistern
Mittwoch, 28. Oktober 2026 | 18:30-20:30 Uhr Karl-Rehbein-Schule Hanau
Fachkräftemangel, Digitalisierung und neue Arbeitswelten verändern die Anforderungen an junge Menschen.
Was erwartet die Wirtschaft von schulischer Bildung? Welche Kompetenzen sind gefragt? Und wie können Schule und Wirtschaft besser zusammenarbeiten?
Auf dem Podium:
Lukas Kavermann, Dual Studierender bei Heraeus
Martin Lindenau, Schulleiter der Ludwig-Geißler-Schule Hanau
Claudia Piechnik, Ausbildungsleiterin bei Heraeus
Thomas Sattelberger, MINT-Aktivist und Parlamentarischer Staatssekretär a. D.
Wie macht Schule Schüler:innen stark? Was junge Menschen heute brauchen, um ihren Weg zu gehen
Mittwoch, 25. November 2026 | 18:30-20:30 Uhr Kulturforum Hanau
Wie stellen sich Schüler:innen die Schule der Zukunft vor? Was brauchen sie, um motiviert zu lernen und gut auf das Leben vorbereitet zu sein?
Schüler:innen der Hohen Landesschule Hanau berichten aus ihrem Pilotprojekt zum selbstgesteuerten Lernen. Sie bringen ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen in die Diskussion ein.
Auf dem Podium:
Daniele Esposito, Head of Google for Education DACH
Martin Fugmann, Geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung
Jasmin Khader, Lehrerin und Preisträgerin beim Deutschen Lehrkräftepreis
Studie „Schulaufsicht in Zeiten der Transformation“ veröffentlicht
Für Schulaufsichtspersonen gehört die Unterstützung von Schul- und Unterrichtsentwicklung zu ihrer Kernaufgabe, der sie gerne deutlich mehr Zeit widmen würden. Ihre durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 45,6 Stunden verwenden sie für vielfältige Aufgaben. Allein das Beschwerde-, Konflikt- und Krisenmanagement nimmt rund ein Viertel (22,3 Prozent) ihrer Arbeitszeit in Anspruch. Knapp die Hälfte der Schulaufsichtspersonen (49,1 Prozent) würde die Schulen gerne häufiger besuchen, kann dies jedoch unter anderem aus zeitlichen Gründen nicht realisieren.
Das zeigt die Studie „Schulaufsicht in Zeiten der Transformation“, für die Ende 2025 eine standardisierte Befragung von Schulaufsichtspersonen in fünf Bundesländern durchgeführt worden ist. Die Ergebnisse basieren auf den Angaben von 231 Personen. Die Studie wurde von der Heraeus Bildungsstiftung und der Wübben Stiftung Bildung in Auftrag gegeben. Durchgeführt wurde sie von einem Forscherinnenteam der Universität Erfurt.
„Unsere Studie liefert erstmalig ein fundiertes Bild der Aufgaben, Herausforderungen und Bedarfe der Schulaufsicht über mehrere Bundesländer hinweg. Sie legt somit einen wichtigen Grundstein, um die Rolle der Schulaufsicht als zentrale Unterstützerin schulischer Qualitätsentwicklung besser zu verstehen, weiter zu schärfen und zu stärken“, sagt Prof. Dr. Kathrin Dedering, wissenschaftliche Leiterin der Studie.
Mehrheit ohne systematische Einarbeitung, deutlicher Professionalisierungsbedarf
57,6 Prozent der Schulaufsichtspersonen haben keine systematische Einarbeitung erhalten. Fort- und Weiterbildungen erfolgen vor allem über den informellen Austausch. Knapp 70 Prozent der Befragten wünschen sich zusätzliche Fortbildungsangebote. Besonderen Bedarf haben sie, sich zu interner und schulischer Qualitätsentwicklung sowie zu rechtlichen Themen zu professionalisieren.
Martin Fugmann, Geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung, sagt: „Der Wunsch nach mehr Fort- und Weiterbildungen ist ein klares Signal: Schulaufsichtspersonen wollen ihre Rolle in der Schul- und Unterrichtsentwicklung aktiv wahrnehmen. Es wird zu prüfen sein, welche konkreten Angebote für die jeweiligen Qualifizierungsbedarfe geeignet sind. So wollen wir Schulaufsichtspersonen gezielt dabei unterstützen, Schulen in ihrer Entwicklung fachlich fundiert zu begleiten.“
Dr. Markus Warnke, Geschäftsführer der Wübben Stiftung Bildung, erklärt dazu: „Für eine bessere Bildung aller Kinder und Jugendlichen brauchen wir die Schulaufsicht! Nur wenn sie wirksam agieren kann, gelingt eine nachhaltige schulische Qualitätsentwicklung.“
In der Studie „Schulaufsicht in Zeiten der Transformation“ wird die Schulaufsicht in Deutschland sowohl als eigenständiges Unterstützungssystem schulischer Transformation als auch als Teil eines Gesamtsystems staatlicher Unterstützungsstrukturen untersucht.
Ziel ist es zum einen, ein klares Bild der Aufgaben, Rollen und Verantwortlichkeiten der Schulaufsicht innerhalb der Bildungsverwaltung zu gewinnen. Dabei wird analysiert, mit welchen – insbesondere datengestützten – Strategien die Schulaufsicht schulische Entwicklungsprozesse unterstützt und ihre Führungsaufgabe gegenüber Schulen wahrnimmt.
Zum anderen untersucht die Studie die Wechselwirkungen zwischen der Schulaufsicht und weiteren Unterstützungssystemen schulischer Transformation, etwa Landes- oder Qualitätsinstituten. Im Mittelpunkt stehen Aufgaben- und Rollenverteilung, Schnittstellen, Kooperationsformen und Kommunikationsstrukturen sowie das Zusammenwirken im Gesamtsystem.
BildungsCampus Leadership Sachsen-Anhalt: Hohe Akzeptanz bei schulischen Führungskräften
Die erste Bilanz der gemeinsam von Heraeus Bildungsstiftung und dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) angebotenen Führungsqualifikation BildungsCampus Leadership Sachsen-Anhalt zeigt: Der Bedarf an praxisnaher Führungskräfteentwicklung ist groß. Im ersten Jahr wurden Angebote rund um die Themen Führung, Kommunikation und Personalentwicklung realisiert. Besonders geschätzt wurden dabei der konkrete Praxisbezug, die persönliche Reflexion sowie der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Schulen.
Mitte August hat das Team aus LISA und Heraeus Bildungsstiftung die bisherigen Erfahrungen bei einer Klausurtagung in Hanau ausgewertet.
Fast jede dritte Schulleitung nutzt den BildungsCampus Leadership Sachsen-Anhalt
317 schulische Führungskräfte nahmen im Schuljahr 2025/26 am BildungsCampus Leadership teil. Das entspricht rund 30 Prozent aller Schulleitungen in Sachsen-Anhalt. Etwa 100 Teilnehmende kamen aus Grundschulen. Dabei nahmen die meisten Personen mehr als ein Angebot wahr. Insgesamt wurden mehr als 900 Veranstaltungsteilnahmen gezählt.
Führung beginnt bei der eigenen Haltung
Das Programm des BildungsCampus Leadership beinhaltet die aktive Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle: Wie möchte ich führen? Welche Haltung leitet mich? Wie kommuniziere ich? Wie übernehme und teile ich Verantwortung?
Die Teilnehmenden der entsprechenden Module berichten von einem neuen Selbstverständnis und einem gestärkten Bewusstsein für die eigene Führungshaltung.
Hohe Praxisrelevanz der Themen
Auch die Praxisnähe der Angebote wird hoch bewertet: 93 Prozent finden, dass die Angebote für ihre berufliche Praxis relevant waren. Besonders anschlussfähig sind Themen wie Schulentwicklung, Personalführung, Gesundheit, Kommunikation und Kooperation. Je nach Modul würden rund 90 Prozent der Teilnehmenden das Angebot weiterempfehlen.
Schulentwicklung braucht die Systemperspektive
Beim „CampusDialog“ kommen unter anderem Schulleitungen und Schulaufsicht miteinander ins Gespräch. Diese Vernetzung hat sich im ersten Jahr als sehr wertvoll erwiesen. 92 Prozent der Teilnehmenden befürworteten eine zukünftige gemeinsame Teilnahme beider Gruppen.
Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr zeigen:
Wirksame Führungskräfteentwicklung stärkt nicht nur einzelne Personen, sondern schafft Voraussetzungen dafür, dass Führungskräfte im Schulalltag Orientierung geben, Verantwortung teilen und im Team Veränderungen gemeinsam gestalten.
Schulentwicklung hängt wesentlich davon ab, wie Führung verstanden und gelebt wird und wie Teams miteinander arbeiten.
Das Programm motiviert zu Kooperation und Arbeiten in Netzwerken mit verschiedenen Akteuren im Bildungssystem.
An dieses Verständnis knüpft die Heraeus Bildungsstiftung mit ihrem Kompetenzfeld Leadership in Schule an: Führung wird als Haltung verstanden, die Menschen stärkt, Zusammenarbeit ermöglicht und Entwicklung in Schule und Bildungssystem unterstützt.
„Wir wollen Menschen stärken, die Schule gestalten und Verantwortung übernehmen. Dafür brauchen sie nicht nur gutes Handwerkszeug, sondern auch Raum für Reflexion, Erprobung und Austausch. Schulentwicklung gelingt nicht allein an der einzelnen Schule. Sie braucht ein kooperatives System, in dem die Beteiligten miteinander und voneinander lernen. Der BildungsCampus Leadership Sachsen-Anhalt macht diesen Ansatz in der Praxis erlebbar. “
Martin Fugmann Geschäftsführender Vorstand Heraeus Bildungsstiftung
Über den BildungsCampus Leadership
Der BildungsCampus Leadership Sachsen-Anhalt ist ein landesweiter Lern- und Gestaltungsort für schulische Führung. Seit dem Schuljahr 2025/26 stärkt er Schulleitungen und Lehrkräfte mit Führungsverantwortung oder -interesse in ihrer Handlungskompetenz.
Dieses landesweite Angebot realisieren wir gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt und dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA).
Der BildungsCampus verbindet Qualifizierung, Reflexion, Erprobung und Vernetzung. Schulleitungen und Lehrkräfte lernen miteinander und voneinander.
Dafür stehen vier Formate:
ThemenCampus: intensive Auseinandersetzung mit einem ausgewählten Führungsthema – mit Vorbereitung, zwei Präsenztagen und Transferphase.
Praxismodul: Training konkreten Führungshandelns anhand authentischer Situationen aus dem Schulalltag.
Campus+: überregionales, multiprofessionelles Format zu Querschnittsthemen, Schulentwicklung und aktuellen bildungspolitischen Herausforderungen.
CampusDialog: Dialog- und Arbeitsraum für Schulaufsicht und weitere Akteure des Bildungssystems.
Gemeinsam weiterdenken
Die Bilanz nach dem ersten Jahr ist eine Zwischenaufnahme. Sie zeigt aber bereits deutlich, dass die Elemente Praxisnähe, Reflexion und Vernetzung für die Weiterentwicklung des BildungsCampus eine hohe Relevanz haben.
Damit folgt der BildungsCampus selbst einem Prinzip, das auch für gute Führung gilt: Erfahrungen sammeln, gemeinsam reflektieren und daraus die nächsten Schritte entwickeln.
Klausurtagung von Heraeus Bildungsstiftung und LISA in Hanau
Diskussionsreihe „Kathinka fragt nach“ Was muss Schule heute leisten?
Drei Zukunftsfragen. Zwei Hanauer Stiftungen. Ein gemeinsames Ziel: Schule so gestalten, dass Kinder und Jugendliche ihre Stärken entfalten und gut auf das Leben vorbereitet sind.
Gemeinsam mit der Kathinka Platzhoff Stiftung lädt die Heraeus Bildungsstiftung in diesem Herbst zu drei Diskussionsabenden in Hanau ein.
Lehrkräfte, Schulleitungen, Schüler:innen und Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Stiftungen kommen bei der beliebten Veranstaltungsreihe „Kathinka fragt nach“ miteinander ins Gespräch.
Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit uns.
Wie gerecht ist Schule? Chancen für alle – Wege zu einer fairen Schule
Mittwoch, 30. September 2026 | 18:30-20:30 Uhr Kathinka-Platzhoff-Stiftung Hanau
Schule soll allen Kindern gleiche Chancen bieten. Doch soziale Herkunft, Sprache und individuelle Bedürfnisse beeinflussen den Bildungserfolg stärker, als sie sollten.
Wie können Integration und individuelle Förderung gelingen? Was brauchen Kinder, um ihre Potenziale zu entfalten?
Auf dem Podium:
Prof. Dr. Frank E. P. Dievernich, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt
Roswitha Malewski, Schulleiterin der Grundschule Kuppelnau und Preisträgerin beim Deutschen Lehrkräftepreis
Dr. Jan Scharf, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
Miriam Zeleke, Landesbeauftragte für die Förderung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Hessen
Wie macht Schule Schüler:innen stark? Was junge Menschen heute brauchen, um ihren Weg zu gehen
Mittwoch, 25. November 2026 | 18:30-20:30 Uhr Kulturforum Hanau
Wie stellen sich Schüler:innen die Schule der Zukunft vor? Was brauchen sie, um motiviert zu lernen und gut auf das Leben vorbereitet zu sein?
Schüler:innen der Hohen Landesschule Hanau berichten aus ihrem Pilotprojekt zum selbstgesteuerten Lernen. Sie bringen ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen in die Diskussion ein.
Auf dem Podium:
Daniele Esposito, Head of Google for Education DACH
Martin Fugmann, Geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung
Jasmin Khader, Lehrerin und Preisträgerin beim Deutschen Lehrkräftepreis
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Wir feiern die Preisträger:innen des Deutschen Lehrkräftepreises 2025
Am 23. Februar 2026 haben wir gemeinsam mit dem Deutschen Philologenverband in Berlin den Deutschen Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ 2025 verliehen. Die Ausgezeichneten: Lehrkräfte und Schulleitungen, die Schule mit Haltung, Mut und Gestaltungswillen prägen.
18 Auszeichnungen, zehn Bundesländer – und vor allem: 18 Geschichten echter Bildungsbegeisterung. Die Preisträger:innen zeigen, was möglich ist, wenn Schule als lebendiger Gestaltungsraum verstanden wird: wenn Lehrkräfte und Schulleitungen Verantwortung übernehmen, zuhören, ermutigen – und jungen Menschen zutrauen, über sich hinauszuwachsen.
Drei Kategorien, zwei Sonderpreise – viele starke Impulse
In der Wettbewerbsrunde 2025 wurden Auszeichnungen in drei Kategorien vergeben:
Vorbildliche Schulleitung
Ausgezeichnete Lehrkräfte
Unterricht innovativ
Ergänzt wurden die Kategorie „Unterricht innovativ“ durch zwei Sonderpreise:
Umwelt und Nachhaltigkeit – Sonderpreis des Cornelsen Verlages
Ausgezeichnete Lehrkräfte – Sonderpreis der PwC-Stiftung
Besonders berührend: In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ nominieren die Schüler:innen der Abschlussjahrgänge 2024/2025 selbst – diejenigen, die jeden Tag erleben, was gute Lehrkräfte bewirken können. Sie würdigen Persönlichkeiten, die sie geprägt, bestärkt und begleitet haben. Lehrkräfte, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern Vertrauen und Orientierung geben.
Für die Kategorie „Unterricht innovativ“ reichten Lehrkräfte-Teams aus dem Sekundarbereich –– ihre zukunftsweisenden, fächerübergreifenden Projekte ein. Projekte, die zeigen, wie Lernen relevant, partizipativ und lebensnah wird.
In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ nominierten Kollegien aller Schularten ihre Schulleitungen – Führungspersönlichkeiten, die Schulentwicklung mit Klarheit, Mut und einem starken Wertekompass vorantreiben.
Die Sonderpreise würdigen Initiativen, die Nachhaltigkeit, Klimaschutz und kulturelle Bildung tief im Schulalltag verankern – interdisziplinär, partizipativ und in Kooperation mit außerschulischen Partnern. Sie stehen exemplarisch für Schule als Lern- und Lebensraum mit gesellschaftlicher Verantwortung.
Die eingereichten Vorschläge und Bewerbungen wurden in einem zweistufigen Verfahren sorgfältig begutachtet. Über die Preisträger:innen entschied eine unabhängige Jury unter der Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia (Universität Kassel). In der Wettbewerbsrunde 2025 vereinte sie Expertise aus Bildungspolitik und -verwaltung, Bildungsforschung und Fachdidaktik, Stiftungen und Bildungsorganisationen, schulischer Praxis, Lehrkräfteverbänden, Bildungsjournalismus sowie aus der Schüler:innenvertretung.
Die Preisverleihung in der Axica stand ganz im Zeichen der Anerkennung – mit viel Applaus für die Ausgezeichneten und zahlreichen persönlichen Momenten.
Gastgeberinnen waren Alexandra Heraeus, Vorstandsvorsitzende der Heraeus Bildungsstiftung, und Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes. Gemeinsam begrüßten sie die Gäste und unterstrichen die Bedeutung des Preises für die Sichtbarkeit exzellenter Bildungsarbeit.
Durch das Programm führte Moderatorin Christiane Hübscher. Poetische Zwischentöne setzten Clara Lösel und Lars Ruppel. Für musikalische Energie sorgte die Band United Swingtett vom Arndt-Gymnasium Dahlem – ein lebendiges Zeichen für die Kreativität und das Engagement an unseren Schulen.
Als Ehrengäste würdigten unter anderem folgende Persönlichkeiten die Preisträger:innen:
Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2025
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin
Anna Stolz, Staatsministerin für Unterricht und Kultus des Freistaates Bayern und Präsidentin der Bildungsministerkonferenz 2026
Steffen Freiberg, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
Ihre Worte machten deutlich: Gute Schule braucht Sichtbarkeit. Und sie verdient Anerkennung – auf höchster Ebene.
Wir sagen Danke
Unser Dank gebührt allen, die die Preisverleihung erneut zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht haben.
Insbesondere natürlich den ausgezeichneten Schulleitungen und Lehrkräften. Danke für Euren Einsatz, Eure Haltung und Eure Gestaltungsfreude. Dafür, dass Ihr Verantwortung übernehmt und Schule jeden Tag ein Stück weiterentwickelt.
Ein herzliches Dankeschön geht ebenfalls an unseren Kooperationspartner, den Deutschen Philologenverband, und unsere Förderpartner Cornelsen, Schöpflin Stiftung und PwC-Stiftung. Gemeinsam bereiten wir vorbildlichen Lehrkräften und ausgezeichneten Schulleitungen die Bühne, die sie verdienen.
Wir freuen uns, die Preisträger:innen im Alumni-Netzwerk des Deutschen Lehrkräftepreises wiederzusehen – und gemeinsam weiter an einer Schule zu arbeiten, die Kinder und Jugendliche wachsen lässt.
Die Initiative
Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ” hat es sich zum Ziel gesetzt, die öffentliche Wertschätzung sowie das Image des Lehrberufs und der Arbeit der Schulleitungen zu steigern und wirkungsvolle Anstöße zur Verbesserung des Unterrichts an Schulen zu geben.
2009 vom Deutschen Philologenverband (DPhV) und der Vodafone Stiftung Deutschland initiiert ging der Wettbewerb aus zwei Konzepten hervor: Aus dem Wettbewerb „Unterricht innovativ”, der von 2003 bis 2008 vom Deutschen Philologenverband, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und der Stiftung Industrieforschung gemeinsam durchgeführt wurde, und dem Wettbewerb „Pisagoras – Deutscher Lehrkräftepreis”, der 2007 und 2008 auf Initiative von Prof. Susanne Porsche realisiert wurde.
Von 2009 bis 2019 wurde der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ” gemeinsam von der Vodafone Stiftung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband durchgeführt. Das dazu neu entwickelte Konzept kombinierte die Kategorie des Schülerinnen- und Schüler-Votums mit der Bewertung innovativer Unterrichtskonzepte.
Zur Wettbewerbsrunde 2020 hat die Vodafone Stiftung Deutschland ihre Trägerschaft auf die Heraeus Bildungsstiftung übertragen, die bereits 2010 Partnerin des Wettbewerbs war. Die Heraeus Bildungsstiftung erweiterte die Wettbewerbskategorien um die dritte Säule „Vorbildliche Schulleitung“.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.