Kategorie: Story

  • „Wohlbefinden ist eine zentrale Aufgabe der Schulleitung“

    „Wohlbefinden ist eine zentrale Aufgabe der Schulleitung“

    André Szymkowiak im Gespräch mit Thorsten Timmerarens
    André Szymkowiak © Heraeus Bildungsstiftung

    André Szymkowiak leitet das Gymnasium Thusneldastraße in Köln. 2023 wurde er mit dem Deutschen Lehrkräftepreis in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ ausgezeichnet. Für ihn steht fest: Wohlbefinden ist kein „Nice-to-have“, sondern die Grundlage für gelingendes Lernen – und damit eine zentrale Führungsaufgabe. Im Gespräch erklärt er, wie Vertrauen, Beteiligung und klare Strukturen Schule verändern können.  

    André, Wohlbefinden ist für dich die Grundlage jeder Schulgemeinschaft. Ist das nicht etwas übertrieben?  

    André Szymkowiak: Für mich ist völlig klar: Gerne zur Schule zu kommen und gerne zu lernen ist die Basis, damit Lernen wirklich stattfindet. Natürlich kann man auch durch Druck lernen, weil man Prüfungen bestehen muss – aber das ist kein echtes, innerlich motiviertes Lernen. Wir wollen, dass aus Überzeugung gelernt wird. Das gelingt nur in einer guten Atmosphäre – wenn man gerne hingeht und sich wohlfühlt.

    Was folgt daraus für Schulleitungen? 

    Wenn man das ernst nimmt, muss man überlegen, wie diese Atmosphäre entsteht. Dazu gehört, dass auch das Kollegium gerne zur Schule kommt. Wenn Lehrerinnen und Lehrer mit „dickem Hals“ kommen, können sie keine positive Stimmung verbreiten. Meine Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sie gerne kommen. Das setzt sich durch die ganze Schulgemeinschaft fort – auch Eltern müssen sich willkommen fühlen und nicht als Störfaktor. Das braucht Zeit, aber irgendwann spüren es alle.

    Gab es einen persönlichen Moment, der diesen Gedanken bei dir gefestigt hat?  

    Ich habe als Lehrer in verschiedenen Kontexten erlebt, dass Kolleginnen und Kollegen gegeneinander gearbeitet haben und die Schulleitung auf Wohlbefinden kein Wert gelegt hat. Da bleibt unglaublich viel Potenzial liegen, weil Menschen innerlich kündigen. Das können wir uns nicht leisten.

    War für dich klar: Wenn ich mal in der Schulleitung bin, mache ich es anders? 

    Ja, definitiv. Es gibt nicht den perfekten Schulleiter oder die perfekte Schulleiterin. Man muss seinen eigenen Weg finden – von guten und schlechten Vorbildern lernen. Manche übernehmen Verhaltensmuster, die sie selbst früher kritisiert haben, nach dem Motto: So macht man das eben. Das ist falsch. Man muss reflektieren und bewusst anders handeln.

    Wie äußert sich das in deinem Führungsstil?

    Durch Verantwortung und Vertrauen. Ich halte mich bewusst zurück, auch wenn ich anderer Meinung bin – das ist nicht leicht. Aber wenn man alles selbst entscheidet, kommen alle ständig zur Absicherung. Ich will, dass sie selbst entscheiden. Ich berate, aber ich bestimme nicht. Führen heißt für mich: laufen lassen können.

    Wie sieht das in der Praxis aus?

    Wir arbeiten mit Koordinationsteams statt Einzelverantwortlichen. Die Teams entscheiden alles, was ihren Bereich betrifft. Beispiel: die Einschulung der Fünftklässler:innen. Das macht das Team Erprobungsstufe komplett – inklusive Anmeldegespräche. Viele Schulen erwarten, dass die Schulleitung diese Gespräche führt. Ich halte mich raus, weil das Team sagt: Wir müssen die Kinder kennen. Dann mache ich das nicht – konsequent.

    Du hast die Eltern angesprochen. Wie holst du sie ins Boot?  

    Durch echte Gespräche, nicht durch Newsletter. Ich spreche regelmäßig mit der Schulpflegschaft und den Elternvertretungen. So entsteht Partizipation: Sie erhalten mehr Informationen, werden in Prozesse eingebunden und erleben, dass ihre Meinung zählt. Wichtig ist, diesen Mehrwert einzulösen – nicht fragen und dann doch allein entscheiden.
    Ein Qualitätsmerkmal für mich: Wir haben rund 35 % Geschwisterkinder. Familien, die ihre Kinder schon bei uns haben, schicken auch die nächsten – obwohl es in Köln viele Alternativen gibt. Das ist der beste Vertrauensbeweis.

    Welche ersten Schritte würdest du empfehlen, um eine solche Kultur aufzubauen?  

    • Zuhören. Mit dem Kollegium sprechen: Wie geht es dir? Was brauchst du?
    • Verantwortung geben. Entscheidungen dort treffen lassen, wo sie anfallen.
    • Ansprechbar sein. Sichtbar sein, Präsenz zeigen, Vertrauen aufbauen.

    Zum Schluss – deine Botschaft an Schulleitungen in Deutschland?  

    Jedes Individuum mit seinen Bedürfnissen wahrnehmen – Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kolleginnen und Kollegen. Wenn jemand ein Problem hat, gemeinsam nach Lösungen suchen, statt zu sagen: Da könnte ja jeder kommen.
    So entsteht Vertrauen – das Gegenteil von Ohnmacht. Das ist Wohlbefinden: sich sicher und ernst genommen fühlen.

  • Führen heißt: Verantwortung teilen – Andrea Franke im Portrait

    Führen heißt: Verantwortung teilen – Andrea Franke im Portrait

    Führen heißt: Verantwortung teilen

    Andrea Franke

    Die Willy-Brandt-Schule in Berlin-Wedding ist für viele Jugendliche weit mehr als ein Lernort – sie ist ein Ort der Chancen. Seit 2015 leitet Andrea Franke die Integrierte Sekundarschule. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Deutschen Lehrkräftepreis in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ ausgezeichnet. 

    Doch Andrea Franke sieht den Preis nicht als persönliche Auszeichnung, sondern als Anerkennung für ihr Team: 

    Persönliche Geschichte als Antrieb 

    Franke kennt Schule aus verschiedenen Perspektiven. Sie wuchs in einem bildungsfernen Elternhaus auf und wäre in der achten Klasse beinahe sitzen geblieben. Diese Erfahrung prägt sie bis heute: 

    Diese Erfahrungen sind der Grund, warum sie heute niemanden zurücklassen möchte. Ihr wichtigstes Anliegen beschreibt sie so: 

    Unter ihrer Leitung schlug die einst ungeliebte Schule im sozialen Brennpunkt neue Wege ein: Absentismus konnte deutlich reduziert, Willkommensklassen eingerichtet und eine wirksame Berufsorientierung etabliert werden. Ihr Credo: Jede Schüler:in braucht eine Anschlussperspektive.  

    Probleme gemeinsam lösen 

    Andrea Franke versteht Führung als gemeinschaftliche Aufgabe. Die Schule hat mittlere Führungsebenen geschaffen und die Schulleiterin überträgt Verantwortung: 

    Doch Führung heißt für sie mehr als Organisation – sie bedeutet auch Fürsorge. Gute Arbeitsbedingungen, Vertrauen und ein respektvoller Umgang im Kollegium sind für sie Grundlagen guter Schule. Diese Wertschätzung drückt sich beispielsweise in der Arbeitsumgebung aus – durch eine Lehrerlounge mit gemütlichen Sofas, einer guten Kaffeemaschine und technisch gut ausgestatteten Arbeitszimmern für die Lehrkräfte.   

    Positive Verbindungen zur Schule aufbauen 

    Dasselbe Prinzip der Wertschätzung prägt auch den Umgang mit den Schülerinnen und Schülern: Bevor ein neuer Jahrgang beginnt, führt Andrea Franke mit ihnen und ihren Eltern persönliche Gespräche.  

    So entsteht von Anfang an eine Kultur der Offenheit und des Miteinanders.  

    Andrea Franke steht aber auch für konsequentes Handeln, etwa bei Versäumnisanzeigen. 

    Ratgeberin und Mutmacherin 

    Die Auszeichnung hat ihre Arbeit weit über Berlin hinaus sichtbar gemacht. Seitdem wird sie oft um Rat gebeten. Sie teilt ihre Erfahrungen pragmatisch – auch über Instagram, wo sie Einblicke in den Alltag gibt und Mut macht: 

    Gerade Schulleitung sollte nicht in den Mittelpunkt drängen, sondern die Fäden im Hintergrund zusammenführen: Mit unterschiedlichen Professionen zusammenarbeiten, aber sich selbst zurücknehmen. Dinge lenken, Potenziale erkennen, Ressourcen aktivieren, Strukturen schaffen.

    Die positiven Erfahrungen mit ihrem Team bestärken sie darin, alle Beteiligten in der Schule mitzunehmen.  

    „Sie stehen für das, was Schule stark macht.“ 

    Andrea Franke verkörpert eine Haltung, die Schule nachhaltig prägt: Kein Kind zurücklassen, Vertrauen ins Team, Menschlichkeit als Fundament.  

    Oder, wie es Alexandra Heraeus in ihrer Laudatio beim Deutschen Lehrkräftepreis sagte: 

    Lesen Sie das ausführliche Interview mit Andrea Franke auf news4teachers.

  • „In Schule müssen Werte wachsen“ – Story von Jasmin Khader

    „In Schule müssen Werte wachsen“ – Story von Jasmin Khader

    „In Schule müssen Werte wachsen“

    An der Liebigschule in Frankfurt am Main unterrichtet Ethiklehrerin Jasmin Khader. 2025 wurde sie mit dem Deutschen Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ ausgezeichnet. Das Besondere an diesem Preis: Nominiert wurde sie von ihren ehemaligen Schüler:innen.

    Für Jasmin Khader war das ein starkes Zeichen der Anerkennung:

    Eigene Erfahrungen als Kompass

    Die Lehrerin aus Frankfurt kennt diese Momente. Sie prägen bis heute ihren Blick auf Schule:

    „Ich habe selbst erfahren, wie es sich anfühlt, übersehen, ausgegrenzt und unterschätzt zu werden. Ebenso weiß ich, wie viel Mut es erfordert, die eigene Stimme zu finden – und wie heilend es sein kann, wenn jemand an einen glaubt.“

    Diese Erfahrung überträgt sie in ihre pädagogische Arbeit, beispielsweise indem sie eigene Texte für ihre Schüler:innen schreibt:

    „Lehrbuchtexte sind oft abstrakt oder weit entfernt von ihren Erfahrungen… Durch meine eigenen Texte schaffe ich eine Brücke zwischen ihrem Leben und den Themen, die wir im Unterricht behandeln. Ich möchte, dass sie spüren, dass ihre Erfahrungen und Perspektiven wichtig sind.“

    Für Jasmin Khader ist Schule ein Ort des Zusammenlebens: 

    Wie Werte greifbar werden

    Besonders im Ethikunterricht schafft Khader Räume, in denen jede Stimme zählt. Gemeinsam mit ihrer Klasse formuliert sie zu Schuljahresbeginn Werte, die schriftlich festgehalten werden:

    „Ich spreche mit meinen Schülerinnen und Schülern darüber, warum Respekt, Empathie oder Verantwortung wichtig sind… Diese Werte schreiben wir meistens auf – und das hilft uns, von Anfang an einen respektvollen und wertschätzenden Umgang zu gestalten. Mir geht es nicht darum, dass sich Schülerinnen und Schüler verpflichtet fühlen, Regeln einzuhalten. Vielmehr sollen sie verstehen, warum diese Werte wichtig sind – und sich im Laufe des Unterrichts freiwillig entscheiden, sie zu leben.“ 

    Das Ergebnis: Eine Verantwortung, die von innen kommt – nicht von außen aufgezwungen. 

    Sie lebt diese Werte vor – auch indem sie eigene Unsicherheiten und Fehler teilt:

    „Wenn ich zum Beispiel über Zivilcourage spreche, teile ich auch eigene Erfahrungen – sowohl Momente, in denen ich mutig war, als auch Situationen, in denen ich es vielleicht nicht war. Auf diese Weise werden Werte greifbar und erlebbar.“

    „Habt Vertrauen in die Kraft Eures Berufes“

    Ihre Haltung wirkt. So schrieb ein Schüler in der Nominierung zum Deutschen Lehrkräftepreis: 

    „Frau Khader hat uns nicht nur Ethik als Fach nähergebracht, sondern uns auch zu besseren Menschen gemacht. Sie lehrte uns Offenheit, Toleranz und den Mut, gegen Ungerechtigkeiten aufzustehen.“ 

    Jasmin Khader ist überzeugt: Lehrkräfte haben die Kraft, Leben zu verändern – oft in Momenten, die klein wirken, aber große Wirkung entfalten.

    Lehrerseminar Mai 2017
    Foto: Andreas Reeg

    Lesen Sie das ausführliche Interview mit Jasmin Khader auf news4teachers

  • Micha Pallesche: „Wir können gar nicht anders, als junge Menschen ernst zu nehmen“

    Micha Pallesche: „Wir können gar nicht anders, als junge Menschen ernst zu nehmen“

    Micha Pallesche
    @ privat

    Micha Pallesche leitet die Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe, die mit innovativen Konzepten eine Vorreiterrolle einnimmt. 2017 erhielt sie die Auszeichnung als erste Smart School Baden-Württembergs, die mit einem Makerspace, einem InnovationLab und mit Design Thinking neue Wege des Lernens ging. Es folgten weitere Preise, beispielsweise für Medienbildungs- und Demokratieprojekte. 2021 erhielten Micha Pallesche und sein Stellvertreter Dominik König-Kurowski den Deutschen Lehrkräftepreis als ausgezeichnete Schulleitung.   

    Wir wollten wissen: Wie machen Sie das, Micha Pallesche? Was treibt sie an?  

    Micha Pallesche: „Unser Antrieb sind die Schülerinnen und Schüler. Schule hat die Aufgabe, sie auf die Welt vorzubereiten, die nach der Schulzeit auf sie wartet. Wir wollen, dass sie nicht nur abwartend zusehen, sondern aktiv die Welt mitgestalten. Da sich die Welt ständig wandelt, muss sich auch die Schule kontinuierlich weiterentwickeln.“  

    Wie beginnt ein solcher Prozess der Schulentwicklung?  

    „Das beginnt mit einer grundlegenden Haltung und einem klaren Rollenverständnis: Was ist meine Rolle als Lehrkraft? Was ist meine Rolle als Schulleitung? Man muss bereit sein, Verantwortung zu teilen und Partizipation zuzulassen. Und wenn wir Partizipation ernst meinen, müssen alle relevanten Gruppen eine Stimme haben: Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und das gesamte Schulpersonal. Externe Partnerinnen und Partner aus dem Quartier sind ebenso unverzichtbar.“  

    Wie beziehen Sie Schülerinnen und Schüler konkret ein?   

    „Wir haben sie beispielsweise in Lehrerkonferenzen einbezogen, die wir gemeinsam im Fishbowl-Format durchgeführt haben. In diesen Runden erzählten uns unsere Schülerinnen und Schüler, was sie brauchen, um gut lernen zu können. Das waren ganz wertvolle Beiträge. Als Pädagoginnen und Pädagogen können wir gar nicht anders, als junge Menschen ernst zu nehmen.“  

    Können Sie ein konkretes Beispiel nennen, wo eine Idee von den Schülerinnen und Schülern umgesetzt wurde?  

    „Da gibt es einige Beispiele. Eines der jüngsten betrifft unsere Hausmeisterwohnung. Nach dem Ruhestand unseres Hausmeisters stand die Wohnung leer. Wir haben einen „Roten Salon“ organisiert, bei dem die Schülerinnen und Schüler vorschlagen konnten, wie die Wohnung genutzt werden könnte. Eine Idee fanden wir besonders spannend: die Wohnung als „Probewohnung“ zu nutzen. Schülergruppen wollen dort für eine Woche wohnen, sich selbst versorgen und eigenverantwortlich leben. Diese Idee hat uns so überzeugt, dass wir sie nun umsetzen – auch wenn sie Chaos verspricht und natürlich begleitet werden muss.“  

    Als sie 2015 Schulleiter wurden, hatten sie da schon ein klares Bild vor Augen, wohin die Reise gehen soll?  

    „Nein, tatsächlich nicht. Als ich 2015 als Schulleiter anfing, war schnell klar, dass wir unsere Ideen für die Schule nicht ohne die gesamte Schulfamilie umsetzen können. Meinem Team und mir war auch schon damals bewusst, dass wir externe Kooperationspartner brauchen würden. Die Idee, Schule zu öffnen, Ressourcen aus dem Quartier zu nutzen und externe Expertinnen und Experten einzuladen, gab es von Anfang an. So ist beispielsweise das Projektfach „Leben“ entstanden, bei dem Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen eineinhalb Stunden in der Woche im Quartier außerschulische Verantwortungsjobs übernehmen und daran wachsen – im Altersheim, im Kindergarten oder im Gnadenhof für Tiere.“  

    Wie schaffen Sie es, im Kollegium einen Sog zu erzeugen, sodass möglichst viele sich mit Begeisterung einbringen?  

    „Für mich sind es drei zentrale Faktoren: Erstens die Partizipation erhöhen. Entscheidungen sollten nicht nur in der Schulleitung oder im Schulentwicklungsteam getroffen werden. Dafür braucht es Räume und Formate wie den „Roten Salon“. Zweitens die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler. Bei allen Schulentwicklungsprozessen haben wir immer Schülerinnen und Schüler dabei. Drittens die Öffnung der Schule nach außen, um reale Erfahrungen und Sinnhaftigkeit zu schaffen. Die Schule darf kein abgeschlossenes System bleiben, um sich nicht immer weiter von der Realität zu entfernen. Auch Sinn erkennen junge Menschen vor allem dann, wenn sie sich mit realen Problemen auseinandersetzen und Selbstwirksamkeit erfahren. Deshalb muss sich Schule öffnen.“  

    Woher erhalten Sie die größte Unterstützung?  

    „Als Schulleiter erhalte ich die größte Unterstützung von der Schulfamilie: vom Kollegium, von den Schülerinnen und Schülern und von den Eltern. Auf systemischer Ebene unterstützt uns auch die Schulaufsicht, indem sie uns Gestaltungsspielräume lässt. Zudem gibt es externe Kooperationspartnerinnen und -partner, die uns mit ihrer Expertise helfen. Für das Projektfach „Leben“ arbeiten wir beispielsweise mit 70 Personen und Organisationen zusammen.“  

    Und welche Rolle spielt die Persönlichkeit der Schulleitung bei solchen Prozessen?  

    „Die Schulleitung ist für mich der Schlüssel in jedem Transformationsprozess. Ich sehe unsere Rolle darin, Visionen und Ideen zuzulassen, Verantwortung zu teilen und die Kompetenzen des Teams zu fördern. Das heißt auch, dass ich den Menschen vertraue, die Schule mitgestalten, und ich muss auch damit leben können, wenn Dinge entstehen, die nicht vollständig meinen Vorstellungen entsprechen. Das erfordert ein ganz anderes Rollenverständnis von Schulleitung.“ 

Heraeus Bildungsstiftung
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