Schlagwort: Leadership

  • „Mir macht mein Job nur Spaß, wenn wir hier gemeinsam etwas lernen“ 

    „Mir macht mein Job nur Spaß, wenn wir hier gemeinsam etwas lernen“ 

    Portraitfoto von Magnus Osterkamp
    Magnus Osterkamp

    Die eigentlichen Expert:innen für Unterricht sind die Kinder und Jugendlichen, sagt Magnus Osterkamp. Der Lehrer für Französisch und Religion aus Borken setzt auf Offenheit, Mitbestimmung und Beziehungsarbeit – und das kommt gut an. 2024 hat er den Deutschen Lehrkräftepreis in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ gewonnen“ – nominiert hatten ihn seine ehemaligen Schülerinnen und Schüler. 

    Aus der Nominierung geht hervor, wie sehr Ihre ehemaligen Schüler:innen das gute persönliche Verhältnis zu Ihnen schätzten. Welche Rolle spielt Beziehungsarbeit im Schulalltag?

    Magnus Osterkamp: „Ich glaube, die Beziehungsarbeit ist elementar für den Unterricht. Das wissen wir ja auch aus der Hattie-Studie: Wenn die Verbindung zwischen Lehrkräften und Schüler:innen stimmt, dann wird im Unterricht einfach noch mehr möglich. Ich unterrichte Französisch und evangelische Religion, und ich fühle mich immer geehrt, wenn bei mir freitags in der siebten und achten Stunde fast keiner fehlt. Dann weiß ich: Okay, ich mache hier nicht viel falsch.

    Ich glaube, die Bindung entsteht auch dadurch, dass ich den Schülerinnen und Schülern klarmache: Natürlich habe ich einen Wissensvorsprung, aber ich bin nicht intelligenter als ihr. Ich bin erfahrener und habe studiert, aber das heißt nicht, dass eure Gedanken und Ideen nicht viel besser sein können als das, was ich antizipiert habe.

    Ich glaube auch, dass das das einzig Sinnvolle ist. Ich arbeite im Moment an einem Gymnasium und an einer Gesamtschule. Am Gymnasium ist es oft so, wenn es mal nicht rund läuft, kann man einmal laut werden, und dann ist kurz Ruhe. An der Gesamtschule funktioniert das nicht. Da merken die 27 bis 30 Schüler:innen in der Klasse sofort: Stopp, zusammen sind wir stärker als die eine Person, die vorne steht. Dann bleibt gar nichts anderes übrig, als zu sagen: Ich bin nicht hier, um etwas durchzudrücken. Mir macht mein Job nur Spaß, wenn wir hier gemeinsam etwas lernen.“

    Vor diesem Hintergrund, was heißt es für Sie, Lehrer zu sein?

    „Lehrkraft zu sein heißt für mich auf jeden Fall, offen zu bleiben, Anregungen anzunehmen, Dinge auszuprobieren. Mein Motto im Moment ist: Fortschritt geht vor Perfektion. Und wenn ich dann etwas Neues austeste, fordere ich auch Feedback ein: „Kann ich das nächstes Jahr noch mal machen? Was würdet ihr anders machen?“ Darauf reagieren die Schülerinnen und Schüler immer ganz überrascht: „Das hat uns noch niemand gefragt.“ Und ich denke nur: Warum eigentlich nicht? Denn die Menschen, die vor mir sitzen, sind die eigentlichen Expertinnen und Experten für Unterricht. Niemand hat so viel Unterricht in der Woche wie sie.“

    Hatten Sie als Schüler selbst Lehrkräfte, die Sie zu Ihrem Unterrichtsstil inspiriert haben?

    „Ich hatte ganz viele tolle Lehrkräfte. Meine Klassenlehrerin Frau Heise war unglaublich straight und konsequent. Das hat nicht allen gefallen, aber ich habe das geliebt, weil ich immer wusste, woran ich bin. Meine Französischlehrerin hat mir zwar gesagt: „Magnus, wenn du wirklich Französischlehrer werden willst, musst du noch einiges tun.“ Aber sie hat mir gleichzeitig gezeigt: Wenn du an dich glaubst, schaffst du das. Mein Geschichtslehrer Herr Fricke war endlich mal jemand, der genauso stimmgewaltig war, wie ich und das ausgehalten hat. Und mein Religionslehrer hat mir gezeigt, dass in Reli alles zusammenkommen kann, wenn man sich traut, Dinge auszuprobieren.

    Ich wollte zwar seit jeher meinen eigenen Unterrichtsstil entwickeln, aber diese Lehrkräfte haben mich motiviert, weil sie mit Freude in ihren Job gekommen sind und ihn sehr ernst genommen haben. Und ich hoffe, dass ich das auch wiedergeben kann.“

    Als Lehrkraft finden Sie sich aber in einem bereits bestehenden System wieder: Wenn Sie das Schulsystem verändern könnten, wo würden Sie anfangen?

    „Es gibt vier Dinge, die ich mir wünschen würde. Erstens: Für jede Jahrgangsstufe eine sozialarbeitende oder schulpsychologisch ausgebildete Person. Zweitens: viel mehr Aufklärung zu psychischer Gesundheit – für Schüler:innen genauso wie für Lehrkräfte. Drittens: mehr Mitbestimmungsrechte für Schüler:innen.

    Und viertens würde ich mich stark dafür einsetzen, dass wir bei Klassenarbeiten nicht mehr jeden einzelnen Fehler korrigieren müssen. Ich würde sagen: Nach dem 30. Fehler ist Schluss. Wenn ich nach den ersten zwei Seiten schon bei 25 Fehlern bin, dann wird die Fehlerquote auf den restlichen Seiten ja nicht plötzlich besser. Trotzdem sitze ich da und muss alles anstreichen.

    Ich weiß nicht, wie das bei Ihnen war, aber ich selbst habe mir als Schüler meistens nur die ersten beiden Spalten angeschaut und dann auf die Note geguckt. Das hat nicht dazu geführt, dass ich dachte: „Oh, ich mache viele Zeichensetzungsfehler, daran sollte ich arbeiten.“ Ich würde deshalb gerne neue Wege ausprobieren – wieder mit dem Motto: Fortschritt ist wichtiger als Perfektion.“

    Wie könnte denn eine Alternative aussehen?

    „In Frankreich gibt es gerade spannende Ansätze. Dort probieren Lehrkräfte aus, Klassenarbeiten nicht mehr nur zu korrigieren und auszuteilen, sondern den Schülerinnen und Schülern jeweils ein kurzes Audiofeedback aufzunehmen.

    Dann kann ich sagen: „Hör mal, Jeremy Pascal, deine Argumentation ist schlüssig, logisch und gut nachzuvollziehen, du machst nur wahnsinnig viele Zeichenfehler. Ich habe dir zwei Übungen rausgesucht, mit denen du noch einmal üben kannst.“ Dann muss ich nicht darauf hoffen, dass der Schüler oder die Schülerin das selbst merkt. Ich würde es sogar so einführen, dass die Schüler:innen ihre Note erst bekommen, wenn sie auf dieses Audiofeedback reagiert haben. Es geht letztlich darum, unkompliziert mit ihnen ins Gespräch zu kommen – nicht darüber, was falsch war, sondern darüber, was sie verbessern können.“

    Das klingt so, als wäre dafür auch wieder die Beziehungsarbeit entscheidend, über die wir am Anfang gesprochen haben.

    „Ja, total. Lehrkraft zu sein, ist ein wahnsinnig privilegierter Job. Ich bekomme das Wichtigste anvertraut, was es im Leben ganz vieler Menschen gibt. Und ich darf mit diesen Kindern Zeit verbringen. Ich darf sie begleiten und mit ihnen an ihrer Entwicklung arbeiten.

    Das macht Spaß, ist aber auch jeden Tag anstrengend und herausfordernd. Deshalb werbe ich seit Jahren im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen dafür auf die eigene Gesundheit zu achten. Ich habe da auch noch nicht die richtige Balance gefunden, aber ich finde sehr sympathisch, was eine Mutter mal im Elterngespräch zu mir gesagt hat: „Im Flugzeug setzt man sich ja auch zuerst selbst die Sauerstoffmaske auf, bevor man seinen Kindern hilft.“

    Deshalb brauchen wir auch Schutzräume für Lehrkräfte. Damit meine ich einerseits den simplen Fakt, dass wir Zeiten brauchen, in denen für alle klar vereinbart ist, dass wir nicht erreichbar sein müssen. Und andererseits meine ich mit diesen Schutzräumen, dass wir eine konstruktive Fehlerkultur untereinander brauchen, damit wir vor Kolleg:innen offen sagen können: „Ich habe die Unterrichtsstunde gerade komplett gegen die Wand gefahren“, denn das ist aus meiner Erfahrung ganz häufig der Auftakt für ein richtig gutes Gespräch, aus dem ich mit vielen neuen Ideen und neuer Motivation herausgehe.“

    Sie selbst leisten auch mehr als „nur“ Ihren Unterricht – etwa mit Ihrer Diversitäts-AG. Warum ist Ihnen dieses Engagement wichtig?

    „Weil es an vielen Schulen ein Missverständnis gibt. Viele Lehrkräfte denken: „Es ist 2026, ich habe kein Problem mit LSBTIQ (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queers; Anm. d. Red.), also werden meine Schülerinnen und Schüler auch keins haben.“ Aber wenn man sich soziale Medien anschaut, merkt man schnell, wie stark queerfeindliche Strömungen dort vertreten sind.

    Mit der Diversitäts-AG wollte ich einen Schutzraum schaffen und gemeinsam mit Schüler:innen überlegen, was es für Möglichkeiten gibt, an den eigenen Schulen dafür zu werben, mitgedacht zu werden.

    Das Spannende ist: Die AGs sind gar nicht riesig. Am Gymnasium sind wir vielleicht 15 Leute, an der Gesamtschule sieben. Trotzdem haben sie große Auswirkungen auf die ganze Schule. Die Gemeinschaft wird sensibler dafür, Menschen, die queer sind, mitzudenken – das motiviert mich immer wieder.“

    Magnus Osterkamp erhält den Deutschen Lehrkräftepreis 2024. Er hält die Urkunde hoch.
    Deutscher Lehrkräftepreis: Magnus Osterkamp freut sich über die Auszeichnung mit dem Deutschen Lehrkräftepreis 2024. Im Hintergrund: Preisträger Oliver Ebbing.

    Damit sind wir wieder bei ihrer Forderung, die mentale Gesundheit stärker in den Fokus zu rücken. Wenn ich Sie richtig verstehe, leisten Sie mit Ihrer Diversitäts-AG einen Beitrag dazu. Wie viel kann also eine einzelne Lehrkraft schon verändern? 

    „Als einzelne Lehrkraft kann man alles verändern. Denn schon allein die Frage „Wie geht’s dir?“ kann den entscheidenden Unterschied machen.

    Ich sehe die Schüler:innen mindestens zwei Stunden pro Woche. Da merke ich schnell, wenn sich etwas verändert. Und dann kann ich sagen: „Hey, ich habe dich am Anfang anders kennengelernt. Wie geht es dir?“ Ohne Vermutungen anzustellen, aber zu signalisieren: Ich bin da und ich habe keine Angst vor der Antwort. Oft kommt die auch erst später. Ich hatte zum Beispiel mal den Fall, dass mir eine Schülerin eine Woche später schrieb: „Ich ernähre mich nur noch von 800 Kalorien am Tag und komme da nicht mehr raus.“

    Das Wichtige ist ja: Wir Erwachsenen haben in solchen Fällen ein Netzwerk; es gibt Beratungslehrkräfte, Klassenleitungen, den psychologischen Dienst – und vor allem Kolleginnen und Kollegen, die vielleicht noch mehr Erfahrung haben. Als Erwachsene können wir uns informieren und Unterstützung organisieren. Entscheidend ist daher, den Jugendlichen zu vermitteln: Du bist nicht allein. Das heißt, die Frage „Wie geht es dir?“ ist der Schlüssel zu sehr, sehr, sehr viel mehr Wohlbefinden.“

    Zum Schluss noch einmal zurück zur Auszeichnung: Was bedeutet Ihnen dieses Feedback Ihrer ehemaligen Schüler:innen?

    „Das bedeutet mir alles. Das Besondere an diesem Preis ist ja, dass er von Schüler:innen kommt, sie sind die wahren Expert:innen für Unterricht. Und sie sind auch der Grund, warum ich jeden Tag in die Schule gehe.“

    Das Interview führte Anna Hückelheim von der Agentur für Bildungsjournalismus im Auftrag der Heraeus Bildungsstiftung. Zuerst erschienen auf news4teachers.

  • #excitingedu Special in Berlin: Was braucht Schule, damit Wandel gelingt?

    #excitingedu Special in Berlin: Was braucht Schule, damit Wandel gelingt?

    Gruppenfoto #excitingedu Special

    #excitingedu Special

    Berlin, 07. Oktober 2026

    Was braucht Schule, damit Wandel gelingt? Beim #excitingedu Special am 7. Oktober in Berlin wurde ein strukturelles Paradox sichtbar: Schulaufsichten, Schulleitungen und Lehrkräfte wollen mehr für Schulentwicklung und ihre Schüler:innen bewirken, als die bestehenden Bedingungen oft zulassen. Besonders deutlich wird das bei der Schulaufsicht: Viele möchten Schulen stärker begleiten, doch dafür fehlen häufig Zeit und Ressourcen.

    Diejenigen, die Wandel initiieren und begleiten sollen, stoßen damit selbst an Systemgrenzen.

    Rund 75 Bildungsentscheider:innen aus Schulaufsicht, Verwaltung und von Schulträgern kamen zusammen, um zu diskutieren, was Schule für gelingenden Wandel braucht – und welchen Beitrag Schulaufsicht dazu leisten kann. Wir als Heraeus Bildungsstiftung durften den Kongress als Kooperationspartnerin von Klett MEX mitgestalten.

    Einen wichtigen Ausgangspunkt bot die neue Studie „Schulaufsichten in Zeiten der Transformation“, die wir gemeinsam mit der Wübben Stiftung Bildung in Auftrag gegeben haben. Die Studienleiterinnen Prof. Dr. Kathrin Dedering und Leonie Thorwarth von der Universität Erfurt stellten die erste länderübergreifende Untersuchung zu den Rollen und Bedarfen der Schulaufsicht vor.

    Prof. Dr. Anne Sliwka weitete die Perspektive auf Kanada und Singapur als lernende Systeme. Mit Blick auf Kanada stellte sie einen ethischen Imperativ in den Mittelpunkt: Kein Kind darf verloren gehen. Ein Schlüssel dafür ist das Zusammenspiel von Kompetenzen, Wellbeing und Chancengerechtigkeit. Wichtig dafür sei die Verzahnung von Ministerien, Landesinstituten, Schulaufsichten sowie Schulleitungen und Lehrkräften.

    Schulen brauchen zudem Bedingungen, die Innovationen ermöglichen. Zarah Bruhn von SPRIND – Bundesagentur für Sprunginnovationen ermutigte die Bildungsverantwortlichen, Innovationen im großen Stil zu denken, um das Bildungssystem in Bewegung zu versetzen.

    Der Tag hat gezeigt: Schule braucht ein gemeinsames Bild davon, was sie in Zeiten der Transformation und der Digitalität leisten soll. Damit dieses Bild Wirklichkeit wird, braucht es Führung, die Ebenen verbindet, Zeit und Räume für gemeinsames Lernen und Teamarbeit, Freiräume für selbstständiges Handeln sowie Vertrauen zwischen den Ebenen und in die Kompetenzen der Beteiligten. Und es braucht die gemeinsame Haltung: Wandel ist notwendig – und wir können ihn gestalten.

    Wir bedanken uns bei allen, die diesen Tag mit ihren Impulsen so wertvoll gemacht haben: Prof. Dr. Kathrin Dedering und Leonie Thorwarth, Prof. Dr. Anne Sliwka, Zarah Bruhn, Martin Fugmann, Tobias von der Heide, Torsten Klieme, René Müller und Prof. Dr. Stephan Huber.

    Ein großes Dankeschön gilt zudem der Moderatorin Vera Kraft von Bildung.Table und dem Team von Klett MEX rund um Dr. Benny Pock und Annkathrin Rapp für die gute Kooperation.

  • Gelungener Auftakt der Dialogreihe „Kathinka fragt nach“ in Hanau

    Gelungener Auftakt der Dialogreihe „Kathinka fragt nach“ in Hanau

    Gelungener Auftakt der Dialogreihe „Kathinka fragt nach“ in Hanau

    Drei Zukunftsfragen. Zwei Hanauer Stiftungen. Ein gemeinsames Ziel: Schule so gestalten, dass Kinder und Jugendliche ihre Stärken entfalten und gut auf das Leben vorbereitet sind.

    Kinder sollten mit all ihren Bedürfnissen, Stärken und Potenzialen in den Blick genommen werden. Dazu gehört unter anderem auch die Förderung von Empathie, Beziehungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit. Denn positive Beziehungserlebnisse und Zugehörigkeit stärken Wohlbefinden, Motivation und nachhaltiges Lernen. Auch Erfolgserlebnisse in Bereichen wie Theaterspielen stärken Kompetenzen wie Sprache und Kommunikation – ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Chancengerechtigkeit.

    Vielen Dank an unsere Podiumsgäste:

    • Prof. Dr. Frank E. P. Dievernich, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt
    • Roswitha Malewski, Schulleiterin der Grundschule Kuppelnau und Preisträgerin beim Deutschen Lehrkräftepreis
    • Dr. Jan Scharf, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
    • Miriam Zeleke, Landesbeauftragte für die Förderung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Hessen

    Moderiert wurde der Austausch von Yvonne Backhaus-Arnold vom Hanauer Anzeiger.

    Weitere Veranstaltungen unserer Dialogreihe im Herbst 2026

    Fachkräftemangel, Digitalisierung und neue Arbeitswelten verändern die Anforderungen an junge Menschen.

    Was erwartet die Wirtschaft von schulischer Bildung? Welche Kompetenzen sind gefragt? Und wie können Schule und Wirtschaft besser zusammenarbeiten?

    Auf dem Podium:

    • Lukas Kavermann, Dual Studierender bei Heraeus
    • Martin Lindenau, Schulleiter der Ludwig-Geißler-Schule Hanau
    • Claudia Piechnik, Ausbildungsleiterin bei Heraeus
    • Thomas Sattelberger, MINT-Aktivist und Parlamentarischer Staatssekretär a. D.

    Moderation: Yvonne Backhaus-Arnold, Hanauer Anzeiger

    Wie stellen sich Schüler:innen die Schule der Zukunft vor? Was brauchen sie, um motiviert zu lernen und gut auf das Leben vorbereitet zu sein?

    Schüler:innen der Hohen Landesschule Hanau berichten aus ihrem Pilotprojekt zum selbstgesteuerten Lernen. Sie bringen ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen in die Diskussion ein.

    Auf dem Podium:

    • Daniele Esposito, Head of Google for Education DACH
    • Martin Fugmann, Geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung
    • Jasmin Khader, Lehrerin und Preisträgerin beim Deutschen Lehrkräftepreis
    • Schüler:innen der Hohen Landesschule Hanau

    Moderation: Yvonne Backhaus-Arnold, Hanauer Anzeiger

    Kooperationspartner

  • next:schule: Warum Schulentwicklung starke Verbindungen braucht

    next:schule: Warum Schulentwicklung starke Verbindungen braucht

    Mit next:schule startet die Heraeus Bildungsstiftung ein zweijähriges Pilotprojekt zur Schulentwicklung. Christine Heraeus und Martin Fugmann erklären, warum Teams und Schüler:innenpartizipation im Programm eine zentrale Rolle spielen.  

    Warum braucht es next:schule gerade jetzt?  

    Martin Fugmann:
    Schulen stehen unter einem enormen Druck, und wir erleben Schulleitungen und Teams, die sich Veränderungen herbeisehnen und klare Vorstellungen davon haben, wie sich ihre Schulen entwickeln müssten. Unsere Seminare bestärken sie und vermitteln das methodische Rüstzeug. Gleichzeitig sehen wir, dass es um ein Zusammenspiel geht: von punktuellen Impulsen, individuellem Coaching und der Begleitung von ganzen Teams. Veränderungsbereite Schulen brauchen eine nachhaltige Begleitung als ganze Organisation. Dazu gehören auch die Schüler:innen – nicht nur als Adressaten, sondern als Akteure.  

    Christine Heraeus:
    Viele Schulleitungen und Lehrkräfte spüren, dass der Veränderungsdruck von außen steigt und möchten sich verändern. Dabei brauchen sie längerfristige Unterstützung, die wir ihnen gerne anbieten möchten. 

    Warum ist es so wichtig, die Schüler:innen einzubeziehen? 

    Martin Fugmann:
    Wir sind überzeugt davon, dass eine verbindungsstarke Schule den Unterschied macht. Wenn sich die Bildungsrealität für die Schüler:innen ändern soll, dann müssen wir sie beteiligen. Wir unterstützen sie dabei, sich zu organisieren, ihre Ziele zu klären und diese zu kommunizieren. Dann können sie gemeinsam mit Lehrkräften und Schulleitungen Veränderungen wirksam gestalten. 

    Christine Heraeus:
    Es wird häufig über Schüler:innen gesprochen und viel zu selten mit ihnen gesprochen. Bei next:schule stehen ihre Bedürfnisse im Zentrum. Sie sind ganz aktiv am Veränderungsprozess beteiligt. Dadurch entsteht Selbstwirksamkeit und Verbindung – und das stärkt auch das Wohlbefinden. 

    Martin Fugmann:
    Wir müssen die Realitäten der Kinder und Jugendlichen zum Ausgangspunkt machen. Gerade die Bildungsrealitäten von Kindern aus bildungsfernen Schichten kennen wir oft zu wenig. Dieser Dialog fördert das Lernen auf beiden Seiten. 

    Warum ist die Heraeus Bildungsstiftung die richtige Partnerin für dieses Programm? 

    Martin Fugmann:
    Unser Ziel ist, Veränderungen direkt in den Schulen anzustoßen. Wir wollen das weniger dem Zufall überlassen. Deshalb möchten wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort eine Verantwortungsgemeinschaft bilden. Über zwei Jahre arbeiten wir daran, beziehungsstarke Schulen zu gestalten. 
    Ich bin überzeugt, dass wir die Kompetenz haben, um diese Prozesse gut zu gestalten. Wir haben uns gezielt Expertise von erfahrenen Organisationsentwickler:innen in die Stiftung und in das Team geholt. Gemeinsam arbeiten wir nun an einer langfristigen Begleitung. 

    Christine Heraeus:
    Was uns besonders stark macht: Wir tun selbst, was wir von den Schulen erwarten. 
    Wir kennen nicht den einen richtigen Weg, sondern wir begeben uns auf Augenhöhe. Wir sprechen mit den Menschen vor Ort und suchen gemeinsam nach Lösungen. Wir geben den Schulen kein festgelegtes Programm vor, sondern erarbeiten die Veränderung miteinander. 

    Die Schulen werden von Transformationsbegleiter:innen unterstützt. Welche Rolle nehmen sie ein?

    Martin Fugmann:
    Die Transformationsbegleiter:innen arbeiten eng mit den Schulen zusammen. Sie beraten und unterstützen sie. Zugleich fordern sie die Schulen gezielt heraus, damit sieihre Ziele nicht aus den Augen verlieren und den Transformationsprozess voranbringen.
    Die Begleiter:innen sind erfahrene Trainer:innen, mit denen wir bereits seit Langem vertrauensvoll zusammenarbeiten. Sie bringen umfassende Erfahrung in der Persönlichkeits- und Organisationsentwicklung mit.

    Was müssen die Schulen einbringen?

    Christine Heraeus:
    Die Schulen brauchen Offenheit und Commitment für den zweijährigen Prozess. Wichtig ist auch ein gemeinsames Zielbild: An der Schule sollen Beziehungen gestaltet werden. Schulleitung, Kollegium und Schülerschaft sollen miteinander eine große Gemeinschaft werden. Und vor allem sollen die Schüler:innen partizipieren.

    Welche Rolle spielen Widerstände und Rückschläge auf dem Weg der next:schulen?

    Martin Fugmann:
    Uns ist wichtig, die Schulen in einen lebendigen Prozess zu bringen. Wir helfen ihnen, trotz Störungen immer wieder auf ihren Weg zurückzufinden. 

    Christine Heraeus:
    Veränderung ist unheimlich schwierig. Aber sie kann gelingen, wenn man Schwierigkeiten annimmt und gemeinsam weiterdenkt. 
    Das ist wie bei einer Wanderung. Wenn auf dem Weg Kühe stehen, nimmt man eine andere Route, behält aber das Ziel im Blick. Widerstände und Rückschläge können dann etwas Positives sein. 

    Woran erkennt die Stiftung, dass es ein erfolgreicher Prozess war?

    Christine Heraeus:
    Erfolgreich ist der Prozess, wenn Schüler:innen, Lehrkräfte und Schulleitungen gerne in die Schule gehen und Freude am Lernen entwickeln. Sie sollen sich selbstwirksam fühlen und tragfähige Beziehungen aufbauen. 
    Alle sollen willkommen sein und so lernen können, wie sie können. 

    Martin Fugmann:
    Ein wichtiges Zeichen wäre: „Da ist etwas anders geworden. Wir gehen anders miteinander um. Wir fühlen uns mehr gehört.“ Unsere Evaluation soll zeigen, ob sich Beziehungen und der Umgang miteinander verändert haben. 

    Christine Heraeus:
    Idealerweise haben wir uns nach den zwei Jahren obsolet gemacht, weil sich die Schulen zu lernenden Systemen entwickelt haben und sich ohne unsere Begleitung weiterentwickeln. 

    Was sollen andere Schulen von next:schule lernen?  

    Christine Heraeus:
    Andere Schulen sollen sehen: Jede Schule kann sich verändern, völlig unabhängig von ihren Rahmenbedingungen und Voraussetzungen. 

    Martin Fugmann:
    Wir wollen zeigen, welches Handwerkszeug Schulen für nachhaltige Entwicklungsprozesse brauchen – und welche Begleitung sie dabei unterstützt.

    Und was will die Stiftung in den nächsten zwei Jahren lernen? 

    Christine Heraeus:
    Für uns ist es eine große Chance, Schulen direkt zu begleiten und ihnen aufmerksam zuzuhören. So lernen wir, was Schulen brauchen, und können daraus neue, passgenaue Programme entwickeln. 

    Martin Fugmann:
    Wir gewinnen tiefere Einblicke darin, wie Schulleitungen, Lehrkräfte und Schüler:innen in Teams zusammenwirken.

    Bitte ergänzt zum Abschluss den folgenden Satz:
    next:schule ist für die Heraeus Bildungsstiftung…

    Martin Fugmann: …ein neues Lernfeld. 

    Christine Heraeus: …ein Projekt, mit dem wir sieben Schulen in einem Netzwerk dabei begleiten, Orte demokratischer Kultur und gemeinsamer Verantwortung zu werden. Orte, die von einer starken Beziehungskultur getragen werden. 

    Vielen Dank.

  • Anmeldung zur Diskussionsreihe „Kathinka fragt nach“ in Hanau

    Anmeldung zur Diskussionsreihe „Kathinka fragt nach“ in Hanau

    Diskussionsreihe „Kathinka fragt nach“ 
    Was muss Schule heute leisten?

    Drei Zukunftsfragen. Zwei Hanauer Stiftungen. Ein gemeinsames Ziel: Schule so gestalten, dass Kinder und Jugendliche ihre Stärken entfalten und gut auf das Leben vorbereitet sind.

    Gemeinsam mit der Kathinka Platzhoff Stiftung lädt die Heraeus Bildungsstiftung in diesem Herbst zu drei Diskussionsabenden in Hanau ein.

    Lehrkräfte, Schulleitungen, Schüler:innen und Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Stiftungen kommen bei der beliebten Veranstaltungsreihe „Kathinka fragt nach“ miteinander ins Gespräch.

    Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit uns.

    Schule soll allen Kindern gleiche Chancen bieten. Doch soziale Herkunft, Sprache und individuelle Bedürfnisse beeinflussen den Bildungserfolg stärker, als sie sollten.

    Wie können Integration und individuelle Förderung gelingen? Was brauchen Kinder, um ihre Potenziale zu entfalten?

    Auf dem Podium:

    • Prof. Dr. Frank E. P. Dievernich, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt
    • Roswitha Malewski, Schulleiterin der Grundschule Kuppelnau und Preisträgerin beim Deutschen Lehrkräftepreis
    • Dr. Jan Scharf, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
    • Miriam Zeleke, Landesbeauftragte für die Förderung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Hessen

    Moderation: Yvonne Backhaus-Arnold, Hanauer Anzeiger

    Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

    Fachkräftemangel, Digitalisierung und neue Arbeitswelten verändern die Anforderungen an junge Menschen.

    Was erwartet die Wirtschaft von schulischer Bildung? Welche Kompetenzen sind gefragt? Und wie können Schule und Wirtschaft besser zusammenarbeiten?

    Auf dem Podium:

    • Lukas Kavermann, Dual Studierender bei Heraeus
    • Martin Lindenau, Schulleiter der Ludwig-Geißler-Schule Hanau
    • Claudia Piechnik, Ausbildungsleiterin bei Heraeus
    • Thomas Sattelberger, MINT-Aktivist und Parlamentarischer Staatssekretär a. D.

    Moderation: Yvonne Backhaus-Arnold, Hanauer Anzeiger

    Wie stellen sich Schüler:innen die Schule der Zukunft vor? Was brauchen sie, um motiviert zu lernen und gut auf das Leben vorbereitet zu sein?

    Schüler:innen der Hohen Landesschule Hanau berichten aus ihrem Pilotprojekt zum selbstgesteuerten Lernen. Sie bringen ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen in die Diskussion ein.

    Auf dem Podium:

    • Daniele Esposito, Head of Google for Education DACH
    • Martin Fugmann, Geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung
    • Jasmin Khader, Lehrerin und Preisträgerin beim Deutschen Lehrkräftepreis
    • Schüler:innen der Hohen Landesschule Hanau

    Moderation: Yvonne Backhaus-Arnold, Hanauer Anzeiger

    Kooperationspartner

  • „Es bringt nichts, nur mehr vom Gleichen zu machen“ 

    „Es bringt nichts, nur mehr vom Gleichen zu machen“ 

    Portraitfoto von Roswitha Malewski
    Roswitha Malewski

    Geht nicht, gibt’s nicht – so beschreiben die Kolleg:innen von Roswitha Malewski die Haltung ihrer Schulleiterin. Die Rektorin der Grundschule Kuppelnau in Baden-Württemberg wurde 2025 mit dem Deutschen Lehrkräftepreis ausgezeichnet – auf Empfehlung ihres Teams.

    Frau Malewski, Sie sind offiziell eine „vorbildliche Schulleitung“: Was heißt das denn für Sie, Schulleiterin zu sein? 

    Roswitha Malewski: Puh, erst mal bedeutet Schulleiterin zu sein eine sehr große Umstellung. Darauf bereitet einen das Lehramtsstudium nicht vor, und eine Ausbildung zur Schulleitung gibt es ja auch nicht. Wenn man dann Schulleitung ist, bekommt man zwar Unterstützung in Form von verschiedenen Modulen, aber das meiste lernt man, indem man es einfach macht.

    Insgesamt sind Sie nun schon seit zehn Jahren als Schulleiterin tätig. Was gab damals den Ausschlag für den Wechsel?

    Tatsächlich bin ich zuerst vom Lehrerinnendasein in die Fortbildung gewechselt. Damals gab es in Baden-Württemberg den großen Aufbruch rund um die Gemeinschaftsschulen und den Schulstrukturveränderungen. Da wollte ich gern dabei sein und habe Schulen beraten. So habe ich unheimlich viele Schulen kennengelernt und gesehen, was gut läuft. Immer mal wieder habe ich gedacht: „Ach, das könnte ich auch“ oder „Das würde ich als Schulleiterin so und so machen“.

    Als dann die damalige Schulleitung meiner jetzigen Schule in den Ruhestand gegangen ist, dachte ich: Das ist der Moment, noch mal etwas anderes zu machen – und irgendwie hat das geklappt.

    In der Nominierung für den Deutschen Lehrkräftepreis, die Ihr Kollegium verfasst hat, wird deutlich, wie viel Wert Sie als Schulleiterin auf Partizipation legen. Eltern, Schüler:innen, Lehrkräfte – alle können sich beteiligen, etwa über Arbeitsgemeinschaften, Fördervereine oder Beiräte. Warum ist Ihnen das so wichtig?  

    Eine Schule kann man niemals allein leiten, das ergibt überhaupt keinen Sinn. Schule ist wie ein sehr träger Tanker, eine einmal eingeschlagene Richtung lässt sich nicht so schnell verändern. Deshalb ist es sinnvoll, die Menschen mitzunehmen.

    Die Partizipationsmöglichkeiten erstrecken sich bei Ihnen an der Schule auch auf den Bereich der Schulentwicklung. Warum muss sich Schule weiterentwickeln? 

    In vielen Punkten ist Schule noch so, wie man sie sich um die Jahrhundertwende vorgestellt hat – und zwar die vor 120 Jahren, nicht die vor 20. Aber Kinder haben sich verändert, die Gesellschaft hat sich verändert, Eltern haben sich verändert, also muss Schule sich ebenfalls verändern.

    Die PISA-Ergebnisse sind schlecht, die Vera-Ergebnisse sind schlecht. Und trotzdem doktern wir immer nur im Klein-Klein herum: hier noch eine Förderstunde, dort noch zusätzlicher Matheunterricht. Ich glaube, man müsste das viel größer denken. Man müsste von den Besten lernen – und nicht nur ins Ausland fahren, sich das anschauen und dann sagen: „Ja, interessant, aber wir lassen lieber alles so, wie es ist.“

    Kultuspolitik ist natürlich schwierig, weil Bildung Ländersache ist und deshalb alles sechzehnmal unterschiedlich geregelt wird. In meinen Augen ergibt das aber überhaupt keinen Sinn.

    Wenn Sie die Möglichkeit hätten, das Bildungssystem zu verändern – wo würden Sie als Erstes ansetzen?

    Ich würde erst mal die Vielfalt der vielen verschiedenen Schularten reduzieren und die Kinder länger gemeinsam lernen lassen, bis zur 8. oder 9. Klasse. Danach könnten sie selbst entscheiden, wie es weitergeht. Außerdem würde ich viel stärker die Bereiche in den Mittelpunkt stellen, die immer gekürzt werden: Sport, Kunst, Theater – all das, was Kinder brauchen.

    Natürlich sind Lesen, Schreiben und Rechnen elementar wichtig. Aber es bringt nichts, immer nur mehr vom Gleichen zu machen. Ein Kind lernt doch auch, sich auszudrücken, zu lesen und zu schreiben, wenn es beispielsweise Theater spielt, Briefe verfasst oder mit alten Menschen in Kontakt kommt.

    Gerade diesen kulturellen Bereich haben Sie an Ihrer Schule stark ausgebaut, durch das Theaterprofil. Wie hat sich Schule dadurch verändert?

    Ein Theaterprojekt gab es an der Schule tatsächlich schon, als ich vor zehn Jahren Schulleiterin geworden bin. Um die Ecke steht ein kleines städtisches Theater, dessen Theaterpädagoginnen schon damals ein Projekt mit unseren Zweitklässlern organisierten. Sechs Wochen lang arbeiteten sie mit den Kindern an einer eigenen Aufführung, die zum Abschluss im Theater präsentiert wurde. Das war natürlich großartig – die Eltern kamen ins Theater und sahen ihre Kinder auf der Bühne.

    Dann hatten wir das Glück, eine Kollegin zu bekommen, die Theaterpädagogin ist und selbst am Theater arbeitet. Gemeinsam haben wir das Theaterprofil aufgebaut. Jetzt wird schon in Klasse 1 Theater gespielt, in Klasse 2 folgt das erwähnte Projekt mit dem Theater Ravensburg und in Klasse 3 und 4 haben die Kinder jede Woche zwei Stunden Theaterunterricht fest im Stundenplan verankert. Das ist keine freiwillige AG, sondern regulärer Unterricht.

    Theater heißt daher bei uns nicht: Kostüme anziehen und Dornröschen spielen. Die Kinder entwickeln eigene Stücke, machen Improtheater, bespielen das ganze Schulhaus, erstellen Podcasts – das ist unglaublich vielfältig. Und das macht so viel mit den Kindern. Weiterführende Schulen sagen uns oft, dass unsere Kinder sich unglaublich gut ausdrücken und präsentieren können und selbstbewusst auftreten.

    Inwiefern passt dieser Schwerpunkt zu Ihrer Forderung, dass Schule sich verändern muss? Also: Was muss Schule Kindern heute bieten, um sie gut auf das Leben vorzubereiten?

    Ich glaube ehrlich gesagt gar nicht, dass wir Kinder auf das konkrete Leben vorbereiten können, das sie erwartet, weil sich alles so schnell verändert – Stichwort KI. Von daher ist es sinnvoller, Kinder so zu stärken, dass sie selbstbewusst sind, Dinge hinterfragen können, wissen, wo sie etwas nachschauen und wem sie vertrauen können – gerade im Netz. Hinzu kommt, dass sie lernen sollten, wie sie Beziehungen aufbauen, im Team arbeiten und ihr Wissen flexibel auf Probleme anwenden können.

    Sie selbst versuchen ja schon, Schule entsprechend zu verändern. Wie groß sind die Einflussmöglichkeiten einer Schulleitung? 

    Nach zehn Jahren als Schulleiterin muss ich leider feststellen, dass die eher gering sind – zumindest, wenn es um grundsätzliche Fragestellungen geht. Was ich aber in meiner Position sehr stark beeinflussen kann, ist die Atmosphäre an der Schule. Wenn ich als Schulleiterin die Kinder mag, die Eltern und Kolleginnen mag und einfach gerne hierherkomme, dann macht das etwas mit der Schule. Heute Morgen kam eine Schülerin und hat mich gleich umarmt, als ich mit dem Fahrrad auf den Schulhof gefahren bin. Früher hätte doch niemand seine Schulleiterin umarmt. Niemals.

    Für die Kinder ist diese vertrauensvolle Atmosphäre aber selbstverständlich. Genauso selbstverständlich kommen sie zu mir ins Büro, wenn sie ein Pflaster oder ein Kühlpack brauchen. Ich laufe mit Kindern auch nach Hause, wenn sie nicht abgeholt werden, oder hole sie morgens ab, wenn sie niemand bringt. An diesen Punkten kann ich aktiv ansetzen.

    Was ich nicht verändern kann, ist die Kultuspolitik. Da bleibt einem nur, selbst politisch oder gewerkschaftlich aktiv zu sein. Aber das ist zäh; es geht immer wieder vor und zurück.

    Wir als Schule beteiligen uns zum Beispiel am Schulversuch „Lernförderliche Leistungsrückmeldung“. Das heißt, wir haben uns entschieden, auf Noten zu verzichten und stattdessen Rückmeldungen zu den Kompetenzen der Kinder zu geben. Durch die Einführung der teilweise verbindlichen Grundschulempfehlung und den damit verbundenen Tests liegt der Fokus aber wieder stärker auf Noten. Das bestätigt wiederum die Eltern, die ohnehin lieber Noten hätten, weil sie die für aussagekräftiger halten als eine Rückmeldung darüber, was ein Kind konkret kann.

    Deutscher Lehrkräftepreis: Im Februar 2026 erhielt Roswitha Malewski (m.) den 2. Platz in der Kategorie „Ausgezeichnte Schulleitung“. Simone Oldenburg (l.) und Alexandra Heraeus (r.) überreichten den Preis.

    Das konterkariert den Schulversuch natürlich. 

    Ja, genau. Solche Veränderungen sind unglaublich zäh, besonders, wenn ein Ministerium nicht mutig genug ist zu sagen: „Wir führen das landesweit ein“, sodass einzelne Schulen nicht allein auf verlorenem Posten mit den Eltern diskutieren müssen.

    Und wenn Eltern unbedingt eine bestimmte Schule für ihr Kind wollen, dann wird plötzlich um jede Zehntelnote gekämpft. Dabei kennen die Lehrerinnen und Lehrer die Kinder doch eigentlich sehr gut und können sie einschätzen. Aber solange diese Drei-, Vier- oder Fünfgliedrigkeit im Schulsystem existiert und die weiterführenden Schulen unterschiedlich bewertet werden, bleibt dieser Druck bestehen. Ein Gymnasium gilt immer noch als „besser“ als eine Realschule oder Gemeinschaftsschule. Das macht alles unglaublich schwierig.

    Trotzdem versuchen Sie, Schule zu verändern – ein Aspekt, den auch Ihr Kollegium sehr schätzt. In der Nominierung zum Deutschen Lehrkräftepreis beschreibt Ihr Team Sie etwa als „Ermöglicherin“ mit der Grundhaltung „geht nicht, gibt’s nicht“. Was bedeutet Ihnen diese Rückmeldung und die damit verbundene Auszeichnung?

    Das rührt mich einfach sehr. Es ist unbeschreiblich wertschätzend. Ich bin überzeugt, dass ganz viele Schulleitungen diesen Preis verdient hätten. Ich bin ja nicht toller als andere. Aber dass sich meine Kolleginnen und Kollegen hingesetzt und sich die Zeit genommen haben, diese Bewerbung zu schreiben – das ist einfach großartig. Das ist wie eine warme Dusche, die gar nicht aufhört. 

    Das Interview führte Anna Hückelheim von der Agentur für Bildungsjournalismus im Auftrag der Heraeus Bildungsstiftung. Zuerst erschienen aus news4teachers.

  • Akademietag fördert Austausch von Leitungskräften

    Akademietag fördert Austausch von Leitungskräften

    Kooperation mit der Stiftung Ein Quadratkilometer Bildung
    Akademietag fördert Austausch von Leitungskräften

    Die Heraeus Bildungsstiftung kooperiert mit der Stiftung Ein Quadratkilometer Bildung.

    Im Rahmen dieser Zusammenarbeit fand im März 2026 in Ronnenberg der zweite Akademietag für Leitungskräfte statt.

    13 Schulleitungen und zehn Leitungen Pädagogischer Werkstätten aus sechs Bundesländern tauschten sich in Workshops zu den Themen Team- und Kommunikationskultur, effektive Zusammenarbeit und Projektmanagement aus.

    Die Stiftung Ein Quadratkilometer Bildung setzt sich dafür ein, Bildungschancen für Kinder und Jugendliche in sozial benachteiligten Quartieren zu verbessern. Sie arbeitet dabei eng mit Schulen, Kitas und lokalen Partnern zusammen. Zugleich stärkt sie Bildungsnetzwerke vor Ort, um nachhaltige Entwicklung im direkten Lebensumfeld junger Menschen zu ermöglichen.

    Damit die Teilnehmer:innen ihren Austausch auch nach dem Präsenztreffen aktiv weiterführen können, sind weitere digitale Workshops sowie ein dritter Akademietag geplant.

    Der Akademietag der Stiftung Ein Quadratkilometer Bildung knüpft damit direkt an zentrale Ansätze der Heraeus Bildungsstiftung an: Persönlichkeitsentwicklung, Leadership und Beziehungskultur. Im Fokus steht eine Führung, die Menschen stärkt, Zusammenarbeit ermöglicht und Entwicklung im Schulalltag verankert.

  • Orientierungspapier zu KI-bezogenen Schulleitungsfortbildungen

    Orientierungspapier zu KI-bezogenen Schulleitungsfortbildungen

    Forum Bildung Digitalisierung
    Orientierungspapier bietet Überblick zu aktuellen KI-Fortbildungsangeboten für Schulleitungen

    Das Forum Bildung Digitalisierung (FBD) hat ein neues Orientierungspapier zu KI-bezogenen Schulleitungsfortbildungen in Deutschland veröffentlicht. Es zeigt klar: Künstliche Intelligenz ist ein zentraler Hebel für nachhaltige Schulentwicklung.

    Die Analyse von 41 Fortbildungsangeboten macht aber deutlich: Der Schwerpunkt liegt bislang auf Verstehen und Anwenden von KI. Deutlich seltener werden Reflexion und Mitgestaltung adressiert. Langfristige Formate, Teamansätze und begleitete Transferphasen in der eigenen Schule bleiben die Ausnahme. Zugleich erreichen bestehende Angebote vor allem bereits KI-affine Schulleitungen – viele andere bleiben aufgrund von Zeitdruck, Unsicherheiten oder fehlender Relevanz außen vor.

    Das Papier benennt daher konkrete Bedarfe für wirksame Fortbildung:

    • längerfristige, praxisnahe Formate mit Raum für Erprobung und Reflexion
    • zielgruppenspezifische Angebote – auch für Schulleitungsteams
    • eine kritisch-konstruktive Haltung zu KI
    • partizipative und agile Führungskultur
    • ein qualifiziertes Unterstützungssystem mit klaren rechtlichen Rahmenbedingungen
  • „Wohlbefinden ist eine zentrale Aufgabe der Schulleitung“

    „Wohlbefinden ist eine zentrale Aufgabe der Schulleitung“

    André Szymkowiak im Gespräch mit Thorsten Timmerarens
    André Szymkowiak © Heraeus Bildungsstiftung

    André Szymkowiak leitet das Gymnasium Thusneldastraße in Köln. 2023 wurde er mit dem Deutschen Lehrkräftepreis in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ ausgezeichnet. Für ihn steht fest: Wohlbefinden ist kein „Nice-to-have“, sondern die Grundlage für gelingendes Lernen – und damit eine zentrale Aufgabe der Schulleitung. Im Gespräch erklärt er, wie Vertrauen, Beteiligung und klare Strukturen Schule verändern können.  

    André, Wohlbefinden ist für dich die Grundlage jeder Schulgemeinschaft. Ist das nicht etwas übertrieben?  

    André Szymkowiak: Für mich ist völlig klar: Gerne zur Schule zu kommen und gerne zu lernen ist die Basis, damit Lernen wirklich stattfindet. Natürlich kann man auch durch Druck lernen, weil man Prüfungen bestehen muss – aber das ist kein echtes, innerlich motiviertes Lernen. Wir wollen, dass aus Überzeugung gelernt wird. Das gelingt nur in einer guten Atmosphäre – wenn man gerne hingeht und sich wohlfühlt.

    Was folgt daraus für Schulleitungen? 

    Wenn man das ernst nimmt, muss man überlegen, wie diese Atmosphäre entsteht. Dazu gehört, dass auch das Kollegium gerne zur Schule kommt. Wenn Lehrerinnen und Lehrer mit „dickem Hals“ kommen, können sie keine positive Stimmung verbreiten. Meine Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sie gerne kommen. Das setzt sich durch die ganze Schulgemeinschaft fort – auch Eltern müssen sich willkommen fühlen und nicht als Störfaktor. Das braucht Zeit, aber irgendwann spüren es alle.

    Gab es einen persönlichen Moment, der diesen Gedanken bei dir gefestigt hat?  

    Ich habe als Lehrer in verschiedenen Kontexten erlebt, dass Kolleginnen und Kollegen gegeneinander gearbeitet haben und die Schulleitung auf Wohlbefinden kein Wert gelegt hat. Da bleibt unglaublich viel Potenzial liegen, weil Menschen innerlich kündigen. Das können wir uns nicht leisten.

    War für dich klar: Wenn ich mal in der Schulleitung bin, mache ich es anders? 

    Ja, definitiv. Es gibt nicht den perfekten Schulleiter oder die perfekte Schulleiterin. Man muss seinen eigenen Weg finden – von guten und schlechten Vorbildern lernen. Manche übernehmen Verhaltensmuster, die sie selbst früher kritisiert haben, nach dem Motto: So macht man das eben. Das ist falsch. Man muss reflektieren und bewusst anders handeln.

    Wie äußert sich das in deinem Führungsstil?

    Durch Verantwortung und Vertrauen. Ich halte mich bewusst zurück, auch wenn ich anderer Meinung bin – das ist nicht leicht. Aber wenn man alles selbst entscheidet, kommen alle ständig zur Absicherung. Ich will, dass sie selbst entscheiden. Ich berate, aber ich bestimme nicht. Führen heißt für mich: laufen lassen können.

    Wie sieht das in der Praxis aus?

    Wir arbeiten mit Koordinationsteams statt Einzelverantwortlichen. Die Teams entscheiden alles, was ihren Bereich betrifft. Beispiel: die Einschulung der Fünftklässler:innen. Das macht das Team Erprobungsstufe komplett – inklusive Anmeldegespräche. Viele Schulen erwarten, dass die Schulleitung diese Gespräche führt. Ich halte mich raus, weil das Team sagt: Wir müssen die Kinder kennen. Dann mache ich das nicht – konsequent.

    Du hast die Eltern angesprochen. Wie holst du sie ins Boot?  

    Durch echte Gespräche, nicht durch Newsletter. Ich spreche regelmäßig mit der Schulpflegschaft und den Elternvertretungen. So entsteht Partizipation: Sie erhalten mehr Informationen, werden in Prozesse eingebunden und erleben, dass ihre Meinung zählt. Wichtig ist, diesen Mehrwert einzulösen – nicht fragen und dann doch allein entscheiden.
    Ein Qualitätsmerkmal für mich: Wir haben rund 35 % Geschwisterkinder. Familien, die ihre Kinder schon bei uns haben, schicken auch die nächsten – obwohl es in Köln viele Alternativen gibt. Das ist der beste Vertrauensbeweis.

    Welche ersten Schritte würdest du empfehlen, um eine solche Kultur aufzubauen?  

    • Zuhören. Mit dem Kollegium sprechen: Wie geht es dir? Was brauchst du?
    • Verantwortung geben. Entscheidungen dort treffen lassen, wo sie anfallen.
    • Ansprechbar sein. Sichtbar sein, Präsenz zeigen, Vertrauen aufbauen.

    Zum Schluss – deine Botschaft an Schulleitungen in Deutschland?  

    Jedes Individuum mit seinen Bedürfnissen wahrnehmen – Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kolleginnen und Kollegen. Wenn jemand ein Problem hat, gemeinsam nach Lösungen suchen, statt zu sagen: Da könnte ja jeder kommen.
    So entsteht Vertrauen – das Gegenteil von Ohnmacht. Das ist Wohlbefinden: sich sicher und ernst genommen fühlen.

  • didacta 2026: Wir machen Schulleitung zum Thema

    didacta 2026: Wir machen Schulleitung zum Thema

    Wirksam im Wandel
    Heraeus Bildungsstiftung macht Schulleitung zum Thema auf der didacta 2026 

    Wie gelingt Führung, die Schulen durch Zeiten des tiefgreifenden Wandels trägt? Die Heraeus Bildungsstiftung greift diese zentrale Frage auf und bringt das Thema Schulleitung mit zwei Podiumsdiskussionen auf die größte Bildungsmesse Deutschlands. 

    Am 11. März 2026 setzen wir auf der didacta in Köln ein klares Zeichen: Schulische Transformation braucht Führung, die Orientierung gibt, Verantwortung teilt und Entwicklung im Kollegium ermöglicht. 

    Schulleitung mit Wirkung – Kollegien im Wandel stärken 
    11. März 2026 | 11:45–12:30 Uhr | Forum didacta aktuell 

    Was macht Schulleitung wirksam – gerade in herausfordernden Zeiten? 
    Diese Podiumsdiskussion zeigt, wie Leitungspersönlichkeiten Vertrauen aufbauen, Klarheit schaffen und gemeinsames Lernen im Kollegium fördern. Im Mittelpunkt stehen konkrete Erfahrungen aus dem Schulalltag sowie Erkenntnisse aus Wissenschaft und Verbandsarbeit. 

    Ausgangspunkt ist der Deutsche Lehrkräftepreis (DLP), der sichtbar macht, was gutes Leitungshandeln bewirkt: Wenn Lehrkräfte ihre Schulleitung nominieren, wird Führung aus der Perspektive derjenigen gewürdigt, die sie täglich erleben. 

    Auf dem Podium diskutieren: 

    • Martin Fugmann, Geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung und Schulleiter des Ev. Stiftisches Gymnasiums Güthersloh
    • Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes
    • Christian Stork, Lehrer am Städtischen Gymnasium Thusneldastraße Köln Deutz
    • André Szymkowiak, Schulleiter des Städtischen Gymnasiums Thusneldastraße Köln Deutz
    • Moderation: Jan-Martin Wiarda, Journalist 

    Schulleitung voraus – Wie Lehrkräfte den Weg in Führung finden 
    11. März 2026 | 15:30–16:15 Uhr | Forum Bildungsperspektiven  

    Der Mangel an Schulleitungen ist kein Randphänomen. Zugleich zeigt die Forschung: Mehr als ein Viertel der Lehrkräfte kann sich grundsätzlich vorstellen, eine Führungsrolle zu übernehmen. Warum bleibt dieses Potenzial so oft ungenutzt? 

    Diese Diskussionsrunde richtet den Blick nach vorn. Sie beleuchtet, was Lehrkräfte motiviert, Verantwortung zu übernehmen – und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit aus Potenzial echte Bereitschaft wird. Im Fokus stehen aktuelle Studien und Praxisbeispiele, die deutlich machen: Voramtsqualifizierungen, gezielte Förderung und transparente Laufbahnperspektiven erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Lehrkräfte den Schritt in Führung gehen. 

    Impulse aus Praxis, Qualifizierung und Forschung geben: 

    • Martin Fugmann, Geschäftsführender Vorstand Heraeus Bildungsstiftung und Schulleiter des Ev. Stiftisches Gymnasiums Güthersloh  
    • Prof. Dr. Marcus Pietsch, DFG-Heisenberg-Professur für Bildungsmanagement und Qualitätsentwicklung Prodekan und Forschungdekan der Fakultät Bildung Leuphana Universität Lüneburg 
    • Jessica Prehm, Schulleiterin der Katharinenschule in der Hafencity Hamburg           
    • Christiane von Schachtmeyer, Referatsleitung Personalentwicklung/Leitung der Agentur für Schulberatung (komm.) Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen (LI) Hamburg         
    • Moderation: Jan-Martin Wiarda, Journalist  

    Warum wir Schulleitung zum Thema auf der didacta machen 

    Schulleitungen prägen Schulkultur und sind damit ein zentraler Hebel für gelingende Schulentwicklung. In der Transformation sind sie mehr denn je als Leader gefragt, die Orientierung geben, Räume für Innovation öffnen und Menschen darin bestärken, Verantwortung zu übernehmen. 

    Wir verstehen Schulleitung nicht als Karriereziel, sondern vor allem als Beziehungs- und Gestaltungsaufgabe. Mit unseren Beiträgen auf der didacta 2026 möchten wir zeigen, wie Persönlichkeit, Haltung und Struktur zusammenspielen müssen, damit Schule wirksam transformiert werden kann. 

    Diskutieren Sie mit uns auf der didacta 2026 über wirksame Schulleitung im Wandel.