Beitrags-Format: Artikel

  • Feierlicher Abschluss mit Perspektive

    Feierlicher Abschluss mit Perspektive

    Martin Fugmann hält eine Begrüßungsrede auf der Treppe im Foyer des Literaturhauses Frankfurt.
  • Exzellenzcamp 2025: #Mutausbruch_Schule in Hanau

    Exzellenzcamp 2025: #Mutausbruch_Schule in Hanau

  • Lehrkräfte, die bewegen. Menschen, die Schule verändern.

    Lehrkräfte, die bewegen. Menschen, die Schule verändern.

  • Sachsen-Anhalt investiert in starke Schulleitungen

    Sachsen-Anhalt investiert in starke Schulleitungen

  • Mehr Teilhabe, mehr Begeisterung – unsere Highlights von der didacta 2025

    Mehr Teilhabe, mehr Begeisterung – unsere Highlights von der didacta 2025

    Jan-Martin Wiarda, Amy Kirchhoff, Stefan Ruppaner, Marina Weisband, Sandra Boser und Hartmut Rosa diskutieren über Demokratie an Schulen.

    Mehr Teilhabe, mehr Begeisterung
    Unsere Highlights von der didacta 2025

    Wie wird Schule zu einem Ort, der junge Menschen wirklich begeistert und beflügelt? Wie gelingt es, Teilhabe zu stärken und Schüler:innen mehr Verantwortung zu übertragen? Diese Fragen haben uns auf der didacta 2025 in Stuttgart begleitet – und die Diskussionen, Begegnungen und Impulse haben gezeigt: Veränderung ist möglich, wenn wir sie gemeinsam gestalten.

    Impulse für eine transformative Schulkultur

    In unseren Panels und Workshops haben wir diskutiert, wie Schulaufsicht aktiv Wandel fördern kann, wie Positive Leadership im Klassenzimmer wirkt und wie Demokratie im Schulalltag lebendig wird. Mit dabei waren Persönlichkeiten wie Marina Weisband, Prof. Dr. Hartmut Rosa und Stefan Ruppaner, die uns mit ihren Perspektiven auf eine Schule der Zukunft inspiriert haben. Ihr Fazit: Wer Schule verändern will, muss eine Kultur der Ermöglichung schaffen – mit Mut, Haltung und klarer Vision.

    Startschuss für den Deutschen Lehrkräftepreis 2025

    Ein besonderes Highlight für uns war der Auftakt zur neuen Wettbewerbsrunde des Deutschen Lehrkräftepreises – Unterricht innovativ am 13. Februar 2025. Gemeinsam mit dem Deutschen Philologenverband zeichnen wir vorbildliche Lehrkräfte und Schulleitungen sowie innovative Unterrichtskonzepte aus, die Schule nachhaltig verändern und neue Wege aufzeigen. Besonders gefreut hat uns, dass einige unserer Alumni unserer Einladung gefolgt sind und mit ihren Impulsen das Panel „Ausgezeichnete Lehrkräfte – die Kunst, junge Menschen zu begeistern“ bereichert haben.

    Austausch, Inspiration und neue Perspektiven

    Neben den spannenden Diskussionen war die didacta für uns vor allem eines: eine großartige Gelegenheit, mit engagierten Lehrkräften, Schulleitungen, Schüler:innen und Bildungsakteur:innen ins Gespräch zu kommen. Die vielen Begegnungen haben uns gezeigt, dass es eine starke Bewegung gibt, die Schule anders denken und entwickeln will.

    Mit dieser Energie gestalten wir weiter – für Schulen, die begeistern und Verantwortung leben.

  • Bildungspolitischer Dialog in Stuttgart 2025

    Bildungspolitischer Dialog in Stuttgart 2025

    Theresa Schopper und Alexandra Heraeus lächeln

    „Räume entgrenzen“ – Lernen neu denken 

  • Neue Studie erforscht Rolle und Aufgaben der Schulaufsicht bei der schulischen Transformation – Perspektiven für die Bildungssteuerung

    Neue Studie erforscht Rolle und Aufgaben der Schulaufsicht bei der schulischen Transformation – Perspektiven für die Bildungssteuerung

    Die Studie zielt darauf ab, ein detailliertes Bild der Aufgaben, Rollen und Verantwortungen der Schulaufsicht innerhalb der Bildungsverwaltung zu gewinnen. Dazu führen die Forschenden ab Januar 2025 Interviews mit Mitarbeitenden der Schulaufsicht und der weiteren Unterstützungssysteme durch und befragen schulfachliche Referent:innen bzw. Dezernent:innen in fünf Bundesländern. Im Fokus stehen die Fragen: 

    • Wie führt die Schulaufsicht Schulen?
    • Wie unterstützt sie Schulen bei der Transformation und bei der (datengestützten) Weiterentwicklung?
    • Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Schulaufsicht und anderen Unterstützungssystemen wie Landesinstituten oder der Schulentwicklungsberatung?

    Die gewonnenen Erkenntnisse werden in einer Publikation veröffentlicht, die auch konkrete Handlungsempfehlungen für die Qualifizierung und Weiterentwicklung der Schulaufsicht bieten wird. 

    Martin Fugmann, Geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung
  • Micha Pallesche: „Wir können gar nicht anders, als junge Menschen ernst zu nehmen“

    Micha Pallesche: „Wir können gar nicht anders, als junge Menschen ernst zu nehmen“

    Micha Pallesche
    @ privat

    Micha Pallesche leitet die Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe, die mit innovativen Konzepten eine Vorreiterrolle einnimmt. 2017 erhielt sie die Auszeichnung als erste Smart School Baden-Württembergs, die mit einem Makerspace, einem InnovationLab und mit Design Thinking neue Wege des Lernens ging. Es folgten weitere Preise, beispielsweise für Medienbildungs- und Demokratieprojekte. 2021 erhielten Micha Pallesche und sein Stellvertreter Dominik König-Kurowski den Deutschen Lehrkräftepreis als ausgezeichnete Schulleitung.   

    Wir wollten wissen: Wie machen Sie das, Micha Pallesche? Was treibt sie an?  

    Micha Pallesche: „Unser Antrieb sind die Schülerinnen und Schüler. Schule hat die Aufgabe, sie auf die Welt vorzubereiten, die nach der Schulzeit auf sie wartet. Wir wollen, dass sie nicht nur abwartend zusehen, sondern aktiv die Welt mitgestalten. Da sich die Welt ständig wandelt, muss sich auch die Schule kontinuierlich weiterentwickeln.“  

    Wie beginnt ein solcher Prozess der Schulentwicklung?  

    „Das beginnt mit einer grundlegenden Haltung und einem klaren Rollenverständnis: Was ist meine Rolle als Lehrkraft? Was ist meine Rolle als Schulleitung? Man muss bereit sein, Verantwortung zu teilen und Partizipation zuzulassen. Und wenn wir Partizipation ernst meinen, müssen alle relevanten Gruppen eine Stimme haben: Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und das gesamte Schulpersonal. Externe Partnerinnen und Partner aus dem Quartier sind ebenso unverzichtbar.“  

    Wie beziehen Sie Schülerinnen und Schüler konkret ein?   

    „Wir haben sie beispielsweise in Lehrerkonferenzen einbezogen, die wir gemeinsam im Fishbowl-Format durchgeführt haben. In diesen Runden erzählten uns unsere Schülerinnen und Schüler, was sie brauchen, um gut lernen zu können. Das waren ganz wertvolle Beiträge. Als Pädagoginnen und Pädagogen können wir gar nicht anders, als junge Menschen ernst zu nehmen.“  

    Können Sie ein konkretes Beispiel nennen, wo eine Idee von den Schülerinnen und Schülern umgesetzt wurde?  

    „Da gibt es einige Beispiele. Eines der jüngsten betrifft unsere Hausmeisterwohnung. Nach dem Ruhestand unseres Hausmeisters stand die Wohnung leer. Wir haben einen „Roten Salon“ organisiert, bei dem die Schülerinnen und Schüler vorschlagen konnten, wie die Wohnung genutzt werden könnte. Eine Idee fanden wir besonders spannend: die Wohnung als „Probewohnung“ zu nutzen. Schülergruppen wollen dort für eine Woche wohnen, sich selbst versorgen und eigenverantwortlich leben. Diese Idee hat uns so überzeugt, dass wir sie nun umsetzen – auch wenn sie Chaos verspricht und natürlich begleitet werden muss.“  

    Als sie 2015 Schulleiter wurden, hatten sie da schon ein klares Bild vor Augen, wohin die Reise gehen soll?  

    „Nein, tatsächlich nicht. Als ich 2015 als Schulleiter anfing, war schnell klar, dass wir unsere Ideen für die Schule nicht ohne die gesamte Schulfamilie umsetzen können. Meinem Team und mir war auch schon damals bewusst, dass wir externe Kooperationspartner brauchen würden. Die Idee, Schule zu öffnen, Ressourcen aus dem Quartier zu nutzen und externe Expertinnen und Experten einzuladen, gab es von Anfang an. So ist beispielsweise das Projektfach „Leben“ entstanden, bei dem Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen eineinhalb Stunden in der Woche im Quartier außerschulische Verantwortungsjobs übernehmen und daran wachsen – im Altersheim, im Kindergarten oder im Gnadenhof für Tiere.“  

    Wie schaffen Sie es, im Kollegium einen Sog zu erzeugen, sodass möglichst viele sich mit Begeisterung einbringen?  

    „Für mich sind es drei zentrale Faktoren: Erstens die Partizipation erhöhen. Entscheidungen sollten nicht nur in der Schulleitung oder im Schulentwicklungsteam getroffen werden. Dafür braucht es Räume und Formate wie den „Roten Salon“. Zweitens die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler. Bei allen Schulentwicklungsprozessen haben wir immer Schülerinnen und Schüler dabei. Drittens die Öffnung der Schule nach außen, um reale Erfahrungen und Sinnhaftigkeit zu schaffen. Die Schule darf kein abgeschlossenes System bleiben, um sich nicht immer weiter von der Realität zu entfernen. Auch Sinn erkennen junge Menschen vor allem dann, wenn sie sich mit realen Problemen auseinandersetzen und Selbstwirksamkeit erfahren. Deshalb muss sich Schule öffnen.“  

    Woher erhalten Sie die größte Unterstützung?  

    „Als Schulleiter erhalte ich die größte Unterstützung von der Schulfamilie: vom Kollegium, von den Schülerinnen und Schülern und von den Eltern. Auf systemischer Ebene unterstützt uns auch die Schulaufsicht, indem sie uns Gestaltungsspielräume lässt. Zudem gibt es externe Kooperationspartnerinnen und -partner, die uns mit ihrer Expertise helfen. Für das Projektfach „Leben“ arbeiten wir beispielsweise mit 70 Personen und Organisationen zusammen.“  

    Und welche Rolle spielt die Persönlichkeit der Schulleitung bei solchen Prozessen?  

    „Die Schulleitung ist für mich der Schlüssel in jedem Transformationsprozess. Ich sehe unsere Rolle darin, Visionen und Ideen zuzulassen, Verantwortung zu teilen und die Kompetenzen des Teams zu fördern. Das heißt auch, dass ich den Menschen vertraue, die Schule mitgestalten, und ich muss auch damit leben können, wenn Dinge entstehen, die nicht vollständig meinen Vorstellungen entsprechen. Das erfordert ein ganz anderes Rollenverständnis von Schulleitung.“ 

  • Bildungspolitischer Dialog in Magdeburg 2024

    Bildungspolitischer Dialog in Magdeburg 2024

    Angeregte Diskussion beim Bildungspolitischen Dialog in Magdeburg
    © www.AndreasLander.de

    Bildungspolitischer Dialog in Magdeburg 2024

    Menschen zusammenbringen, die Schule aus unterschiedlichen Perspektiven gestalten, sich zuhören und miteinander und voneinander lernen, das sind die Ziele unserer bildungspolitischen Dialoge. Am 5. Juni 2024 hatten wir zur fünften Veranstaltung an den außerschulischen Lernort des Magdeburger Zoos eingeladen. Der Ort war mit Bedacht gewählt, denn es stand die Frage auf der Agenda, wie außerschulische Lernorte Schulen so unterstützen können, dass sie Unterricht bereichern und Schüler:innen Lernerfahrungen ermöglichen, die begeistern.

    Kluge Köpfe aus Schulpraxis, Politik und Verwaltung, Wissenschaft und des öffentlichen Lebens waren unserer Einladung gefolgt. Mittendrin waren Bildungsministerin Eva Feußner und Staatssekretär Jürgen Böhm, die sich angeregt austauschten mit Schüler:innen, Lehrkräften, Schulleitungen und Schulaufsichten, Eltern, Vertreter:innen des außerschulischen Lernens und Personen des öffentlichen Lebens.

    Über den Schulhof hinaus denken

    Das Team des Zoos um Geschäftsführer Dirk Wilke bot spannende Einblicke in das pädagogische Angebot. Bei einer Führung zum Artenschutz durften wir selbst die Rolle der Lernenden übernehmen und dabei herausfinden, warum Spitzmaulnashörner immer noch gejagt werden, obwohl ihr Horn keineswegs gesundheitsfördernd ist, oder warum Papageien im Regenwald fliegen können, obwohl ihre Federn durch den vielen Regen nass werden. Oder werden sie gar nicht nass?

    Mehr über das pädagogische Programm des Zoos Magdeburg: https://www.zoo-magdeburg.de/veranstaltungen/schule/

    Den anschließenden Austausch moderierten Christiane Lohrmann und Martin Fugmann. Christine Heraeus begrüßte unsere Gäste.

    „Schule zu öffnen, ist eine Führungsaufgabe“

    Bildungsministerin Eva Feußner hob in ihrem Impuls hervor, dass es eine Führungsaufgabe von Schulleitungen sei, Schulen auch nach außen zu öffnen. „Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur in der Schule! Es gilt vielmehr, die außerhalb des Schulgebäudes gesammelten Lernerfahrungen zu identifizieren und im Unterricht bewusst zu nutzen. Außerschulische Lernorte bieten die Chance, Lernen im realen Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.“ Solche Lernorte unterstützten in der Regel einen fächerübergreifenden und praxisorientierten Zugang zu Lehrplaninhalten. Zugleich eröffneten sich neue Erprobungsräume für das soziale Lernen.

    Die Zoopädagogen Stephan Worm und Carolin Boehlke griffen die Bedeutung des Lehrplanbezugs auf. Sie erklärten, dass die Angebote für Schulklassen  in den vergangenen Jahren konsequent an den Lehrplänen orientiert wurden.

    Davon profitieren beispielsweise Schulleiterin Kerstin Gieseler und Schülerin Marlene von der direkt an den Zoo angrenzenden Grundschule am Vogelgesang. Sie berichteten von der engen und wertvollen Zusammenarbeit mit dem außerschulischen Lernort – und dem emotionalen Höhepunkt: der Wahl des Patentieres.

  • ***“Die Teilnehmenden sind die Expert:innen für ihre eigene schulische Wirklichkeit“

    ***“Die Teilnehmenden sind die Expert:innen für ihre eigene schulische Wirklichkeit“

    [vc_row css=“%7B%22default%22%3A%7B%22padding-bottom%22%3A%221rem%22%7D%7D“][vc_column][vc_column_text]Mandy Geisler leitet die Programmentwicklung bei der Heraeus Bildungsstiftung. Zum Start des neuen Seminarjahres blickt sie auf die Führungsrolle von Lehrkräften und die Philosophie, die das Fortbildungsprogramm der Stiftung auszeichnet.  

    In den ersten Wochen dieses Jahres sind wieder zahlreiche Seminarreihen an den Start gegangen. Wie unterscheiden sich diese Angebote von anderen Fortbildungen für Lehrkräfte?  

    Unsere Angebote unterscheiden sich thematisch von klassischen Fortbildungen für Lehrkräfte, die sich auf die Planung des Unterrichts oder bestimmte Fachinhalte konzentrieren. Wir fokussieren uns schwerpunktmäßig auf Führung. Fragen wie man eine Führungsrolle in Schule annimmt und ausfüllt stehen im Mittelpunkt und erfreuen sich großer Beliebtheit. 

    Gibt es weitere Fokusthemen?  

    Neben Führungskompetenzen nehmen wir die Themen Haltung und Persönlichkeitsentwicklung im Kontext von Pädagogik in den Blick. Dabei geht es beispielweise weniger um die Frage, wie konkret man einen einzelnen Schüler oder eine Schülerin wieder einfangen kann, sondern eher: Mit welcher Haltung kann ich positiven Einfluss im Unterricht und im Kollegium nehmen? 

    Wie wird der Fokus auf Führung von Lehrkräften wahrgenommen?   

    Die Resonanz ist insgesamt positiv, denn es ist klar, dass Lehrkräfte ebenfalls Führungskräfte sind. Es gibt jedoch auch Lehrkräfte, die sich in erster Linie als Pädagog:innen sehen und auf Augenhöhe mit ihren Schüler:innen agieren wollen. Ihnen geht es weniger darum, die Führung zu übernehmen.   

    Wie reagiert ihr auf diese Vorbehalte?  

    Wir möchten durch unsere Seminare transportieren, dass moderne Führung nichts mit alten, hierarchischen Strukturen und Rollen zu tun haben muss.   

    Von Teilnehmenden hören wir oft, dass sie dann in eine Führungsrolle gehen, wenn es die Situation erfordert, beispielsweise wenn es zu größeren Unterrichtsstörungen kommt. In unseren klassischen Classroom-Management-Seminaren bieten wir hierfür insbesondere Methoden, um mit Ritualen und klaren Ansagen einen guten Umgang mit den Schüler:innen zu gestalten. Dieses Seminarangebot wird bereits seit Jahren sehr gut angenommen. 

    Methoden allein reichen aber nicht aus, denn jeder muss den Begriff Führung für sich selbst definieren, jeder benötigt eine Menge Selbstreflexion, um überhaupt eine Führungsrolle zu übernehmen. Dies war ein guter Anlass für uns, das Classroom Management um eine bedeutsame Perspektive zu erweitern und weiterzuentwickeln, nämlich mit Erkenntnissen und Impulsen aus der Positiven Psychologie. Es darf nicht nur rein methodisch mit Routinen und Ritualen erfolgen.  

    Worin liegt der Unterschied?  

    Die Erkenntnisse aus der Positiven Psychologie unterstützen dabei, eine positive Verbindung miteinander zu entwickeln und aufrechtzuerhalten. 

    Es geht nicht nur darum, die Beziehung der Lehrkraft zu den Schüler:innen zu gestalten, sondern eine positive Atmosphäre in der gesamten Klasse zu schaffen. Durch die Positive Psychologie und das PERMA-Modell unterstützen wir die Klassenführung. Wir sehen die Beziehung zwischen allen im Klassenraum und in der Schule als Grundlage für erfolgreiche Bildung. Alle haben gemeinsam die Verantwortung dafür, dass alle zusammen in der Klasse lernen und wachsen können. 

    „Führung benötigt Selbstreflexion“ – was ist damit gemeint?  

    Die Seminare der Stiftung sind darauf ausgerichtet, Professionalisierung zu fördern. Es geht nicht nur darum, Inhalte zu vermitteln. Vielmehr sollen die Teilnehmenden ihre Sichtweisen verändern können. Hierfür sind Selbstreflexion und der Blick auf den eigenen Entwicklungsprozess unerlässlich. Gute Impulse sind zudem notwendig, um bestehende Denkmuster zu stören und neue Perspektiven zu ermöglichen. 

    Dieses Jahr starten auch neu konzipierte Seminarreihen. Wie entstehen neue Inhalte?  

    Wir hören unseren Teilnehmer:innen aufmerksam zu, welche Herausforderungen sich ihnen stellen. Und unsere Trainer:innen bringen ebenfalls viele Kompetenzen und Erfahrungen aus der Praxis ein. Positive Psychologie und das PERMA-Modell haben wir so kennen und schätzen gelernt. 

    Bleiben wir bei den Trainer:innen. Was zeichnet sie aus?  

    Unsere Trainerinnen und Trainer sind dafür bekannt, auch außerhalb der Schule zu arbeiten, etwa als Psycholog:innen oder Organisationsentwickler:innen. Das ermöglicht ihnen, über den Tellerrand hinauszudenken und Impulse zu geben, die nicht allein auf den schulischen Kontext fokussiert sind. 

    Wie reagieren die Teilnehmenden auf diese Vielfalt im Trainerteam?  

    Viele schätzen die neuen Impulse, während andere sich manchmal auf ihren Fachunterricht beziehen und sich fragen, wie sie die Inhalte in ihre konkrete Arbeit integrieren können. In der Regel zieht die Stiftung aber Menschen an, die sehr gerne über ihren Tellerrand blicken, über Weiterentwicklung schulischer Bildung nachdenken und hier nach Gleichgesinnten suchen. 

    Die Seminarreihen finden jetzt häufiger als Blended-Learning-Formate statt. Warum?  

    Nach der Corona-Zeit spüren wir, dass der Wunsch nach Austausch und Vernetzung enorm groß ist. Das erfordert ein gewisses Setting, ganz besonders wichtig ist eine vertrauensvolle Arbeitsumgebung. Und das gelingt am besten in Präsenzveranstaltungen. Daher haben wir umgestellt und beginnen fast immer mit Präsenzveranstaltungen. Die Teilnehmenden sollen sich kennenlernen, Vertrauen schaffen, und die Trainer:innen investieren viel, damit das gelingt.   

    Auf der anderen Seite ist es wichtig, dass Fortbildungen nachhaltig sind. Laut der Forschungsliteratur ist eine Dauer von ca. einem halben Jahr empfehlenswert, wenn es um die Nachhaltigkeit von Fortbildungen geht. In den professionellen Lerngemeinschaften entsteht so eine gute Verbindung zwischen den Teilnehmer:innen und sie werden durch gezielte inhaltliche Impulse, Zeit zur Erprobung und immer wieder Austausch und Selbstreflexion unterstützt, die neuen Erkenntnisse mit ihren eigenen Praxiserfahrungen konstruktiv zu verknüpfen.  

    Deshalb setzen wir auf eine Mischung von Präsenz- und Onlineformaten, die über einen längeren Zeitraum gehen. 

    Wie gelingt die Kommunikation mit den Teilnehmenden?  

    Das ist nicht nur eine Frage der Formate. Zentral ist die Frage, wie wir miteinander kommunizieren. Es gehört zur DNA der Stiftung, dass wir die Teilnehmenden immer als Expert:innen für ihre eigene schulische Wirklichkeit wahrnehmen. Wir sind immer offen dafür, diese schulische Realität wirklich in die Seminare einzubeziehen. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]