#MUT­einander – Die Zukunft gestalten

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#MUTeinander – Die Zukunft gestalten

Schwerpunktthema MUT: Die Gesprächsreihe PRO DIVirtuell  2021 der Heraeus Bildungsstiftung rund um die Kernfrage „Wie wollen wir miteinander leben?“ ging in die nächste RundeAm Donnerstag, den 25.03.21 diskutierte Dr. h. c. Beate Heraeus, Vorstandsvorsitzende der Heraeus Bildungsstiftung, mit der Theologin und Ethikrätin Petra Bahr, mit der Politikerin und Autorin Diana Kinnert und dem Marburger Schulleiter Thomas C. Ferber darüber, wie man mutig die Zukunft gestaltet. Moderiert wurde das Gespräch von Manuel J. Hartung (DIE ZEIT). Im Fokus des Dialogs standen Beobachtungen, Haltungen und Ansätze rund um ein gesellschaftliches Miteinander, das sich durch die aktuelle Situation in einem intensiven und tiefgreifenden Wandel befindet.

„Beziehungen und Beziehungsarbeit werden immer wichtiger“

Petra Bahr, Regionalbischöfin in Hannover und Ethikrätin, setzte sich dafür ein, mehr Räume für die Beziehungsarbeit zu schaffen. Menschen lernten insbesondere auf der Beziehungsebene sehr viel über das Zusammenleben und hier gäbe es noch viel zu tun. Dabei könne auch der Glaube eine große Rolle spielen und Stärke und Kraft geben, so Bahr.

„Einsamkeit als Jugendthema ernst nehmen – Glück als Schulfach“

Diana Kinnert, Politikerin und Autorin, fand, dass sie deutlich mehr über Jugendkultur in sozialen Medien wie TikTok lerne als in den großen Jugendstudien dieser Zeit. Hier würde deutlich, wie junge Menschen „tickten“ und welche Sehnsüchte oder auch „Einsamkeitsgefühle“ sie hätten. Jugendkultur existiert in zahlreichen individualisierten Teilgruppen, zunehmend ermöglicht durch die heutige digitale Welt. Wie fühlt man sich, wenn man jung und allein ist? fragte sie und wies darauf hin, wie sehr junge Menschen „ihre“ Räume bräuchten und suchten. Spannender Hinweis von Kinnert an die Schulverantwortlichen: Das Thema „Glück“ als Schulfach etablieren, um jungen Menschen Gedankenräume über Zuversicht und Ausblick zu ermöglichen.

„Neue Wege mutvoll gehen“

Thomas C. Ferber, Marburger Schulleiter, stellte die Initiative „PerLenWerk“ als „Lernraum“ an seiner Schule vor und erläuterte, wie man mutig neue Wege in den Schulen erfolgreich gehen könne. Die Schule von heute sei „ein Relikt“ aus dem 19. Jahrhundert und könne nur mit Mut und Initiative wirklich nach vorne gebracht werden.

Die Diskussion im Chat mit rund 70 Gästen aus den Bereichen Schule, Stiftungen, Wissenschaft, Medien und Wirtschaft war wieder energiegeladen, konstruktiv, kritisch und engagiert. Ein weiterer mutmachender Abend mit dem Fazit: Gesellschaftlicher Zusammenhalt braucht Räume für Beziehungen – und vor allem mutige Menschen, die neue Räume schaffen und sie mit Gesprächen, mit Emotionen und Erlebnissen ausgestalten.

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